Immunoreagenzien
Erforschung neurodegenerativer Erkrankungen
Untersuchungen zeigen zunehmend, wie das Darmmikrobiom, das Immunsystem und das Gehirn in einem komplexen Kommunikationsnetzwerk miteinander interagieren. Ein Ungleichgewicht im Darmmikrobiom, eine sogenannte Mikrobiom-Dysbiose, wird dabei unter anderem mit der Entstehung und dem Fortschreiten neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer in Verbindung gebracht.
Unterstützung der Forschung durch gezielte Werkzeuge
Für die Erforschung der komplexen Mechanismen zwischen Mikrobiom, Immunsystem und Gehirn werden spezialisierte Laborreagenzien benötigt. Beispielsweise könnten Antikörper gegen Alzheimer-spezifische Biomarker wie Amyloid-beta und Tau Einblicke in die Pathologie der Erkrankung geben.
Dunn Labortechnik möchte diese Forschungen unterstützen, indem sie eine Auswahl an passenden Reagenzien und Werkzeugen zur Verfügung stellen.
Das Unternehmen vertreibt Immunoreagenzien von Herstellern wie Innovative Research, Meridian Bioscience, Immunology Consultants Laboratory (ICL) und Icon Medlab. Unter anderem sind das humane Plasma- und Serumproben von Normalspendern und Alzheimerpatienten, sowie rekombinante Proteine, ELISA-Kits und HRP-konjugierte Sekundärantikörper oder Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (APC).
Die systemische Betrachtung von Alzheimer und die Untersuchung der Wechselwirkungen zwischen Darmmikrobiom und Gehirn biete laut Unternehmen vielversprechende Ansätze, um neue Therapieoptionen für neurodegenerative Erkrankungen zu entwickeln.
Kommunikation zwischen Darm und Gehirn
Das Mikrobiom des Darms setze verschiedene Metaboliten frei, darunter kurzkettige Fettsäuren, die über spezialisierte Zellen im Darm an den Vagusnerv weitergeleitet werden. Als zentrale Kommunikationsachse überträgt dieser Teil des parasympathischen Nervensystems Signale direkt an das zentrale Nervensystem.
Auch das Immunsystem spielt hierbei eine Schlüsselrolle, indem es das Darmmilieu "überwacht" und Zytokine sowie Neurotransmitter beeinflusst, die zur Regulation dieser Interaktion beitragen.
Mikrobiom-Veränderungen bei Alzheimer
Alzheimerpatienten würden im Vergleich zu gesunden Personen eine veränderte Zusammensetzung des Darmmikrobioms aufweisen. Experimentelle Studien mit Stuhltransplantationen konnten belegen, dass der Transfer eines gesunden Mikrobioms in erkrankte Mäuse die Menge von Amyloid-beta-Plaques im Gehirn reduzierte.
Diese Veränderungen führten zu einer verbesserten Darm-Gehirn-Kommunikation, unter anderem durch die Anpassung des metabolischen Profils und der Zytokin-Expression.
Diese Erkenntnisse verdeutlichen, wie wichtig die interdisziplinäre Forschung ist, um die komplexen Zusammenhänge zwischen Mikrobiom, Immunsystem und Gehirn besser zu verstehen.
Quelle: Dunn Labortechnik











