Instrumentelle Analytik

Wegbereiter moderner Chromatographiesysteme

Dr. Herbert Knauer feierte 80. Geburtstag
Dr. Ing. Herbert Knauer, Firmengründer des gleichnamigen Berliner Unternehmens, feierte seinen 80. Geburtstag.
Die feste Überzeugung, dass er wirklich alles entwickeln kann, begleitet Dr. Ing. Herbert Knauer schon sein ganzes berufliches Leben. „Ich bin ein leidenschaftlicher Bastler“, verrät der Jubilar. Knauer arbeitet seit 50 Jahren unermüdlich an neuen Entwicklungen im Bereich der Analysentechnik und feierte im September seinen 80. Geburtstag.

Bereits als jungem Chemiker gelang Herbert Knauer eine Weltsensation. So baute er 1962 ein Messgerät, das eine Temperatur auf ein Tausendstel Grad genau messen konnte. Damit war die Grundlage für die Gründung einer eigenen Firma geschaffen. So wurde im Oktober 1962 in Berlin die „Wissenschaftliche Gerätebau Dr. Ing. Herbert Knauer GmbH“ aus der Taufe gehoben. Seitdem ist Knauer als Wissenschaftler und Unternehmer eine feste Instanz im Bereich moderner Chromatographiesysteme und Osmometer. Obwohl er inzwischen die Firma an seine Tochter Alexandra Knauer weitergegeben und sich aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen hat, ist seine fachliche Kompetenz auf Kongressen, Messen und in Forschungskreisen immer noch gefragt.

Knauer fördert Bildung

Mitte September veranstaltete das Unternehmen Knauer ein Fachkolloquium zu Ehren des Firmengründers. Die Festveranstaltung unter dem Motto „HPLC heute“ fand in der Tagungsstätte Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft in Berlin-Dahlem statt. Gastredner waren unter anderem Jean-Pierre Chervet von der niederländischen Firma Antec (Leyden) zum Thema „Die verborgenen Geheimnisse der Firma Knauer“ und Professorin Irene Nehls von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zum Thema „Die HPLC im Spannungsfeld zwischen Normung und Forschung“. Darüber hinaus wurde im feierlichen Rahmen des Kolloquiums der 1. Herbert-Knauer-Preis überreicht. Dieser ist mit 5000 Euro dotiert und wird für herausragende Nachwuchsförderung auf dem Gebiet der Chemie verliehen. Über die Auszeichnung freuen konnte sich die Berliner Emil-Fischer-Schule, die u.a. Chemie-Laboranten ausbildet. Eine firmeninterne Jury hatte zuvor eine Reihe entsprechender Institutionen evaluiert und sich für die sehr engagierte Emil-Fischer-Schule entschieden. Die Schule liegt im Norden Berlins und wurde 1983 gegründet. Das Angebot gliedert sich in die Bereiche Berufsvorbereitung, Berufsausbildung, Abitur und Weiterbildung, wobei der thematische Schwerpunkt auf dem lebensmitteltechnischen und chemisch-technischen Gebiet liegt. Die Schule bildet heute über 5000 Schüler aus und hat einen Stab von rund 150 Lehrkräften. Die stellvertretende Schulleiterin Rolla-Eilers nahm den Pokal entgegen und freute sich sehr darüber, dass sie nun in der Lage ist, Anschaffungen für den Chemieunterricht zu tätigen, die sonst nicht möglich gewesen wären.

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Der Geschäftsführung und den Mitarbeitern von Knauer ist die Förderung junger Menschen im Bereich Bildung wichtig. So hat das Unternehmen bereits vor zwei Jahren dem „KNAUER Entdecker Klub“ einen Experimentierraum für Schulklassen im Firmengebäude eröffnet. Das Ziel ist, das Interesse an den Naturwissenschaften zu fördern. Der Herbert-Knauer-Preis zielt gleichfalls in diese Richtung.

Knauer in Kürze

Knauer gehört in Deutschland zu den technologisch führenden Unternehmen im Bereich der Chromatographiesysteme und behauptet sich seit 50 Jahren auf dem Weltmarkt. Entwicklung, Produktion und Verkauf vereinen sich unter einem Dach auf dem firmeneigenen Gelände im Hegauer Weg in Berlin-Zehlendorf. Knauer produziert hauptsächlich Geräte und Systeme für die Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) und Biochromatographie sowie Osmometer. Darüber hinaus bietet das Familienunternehmen ein Komplettprogramm und Dienstleistungen für chromatographische Software-Anwendungen. Derzeit beschäftigt das Unternehmen etwa 110 Mitarbeiter und verkauft seine Produkte in mehr als 60 Ländern der Welt. Die Exportquote liegt bei 70 Prozent. Mehr Informationen unter www.knauer.net.

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