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Artikel und Hintergründe zum Thema

Neue Verfahren zur Therapie von Arthritis

DFG finanziert Forschungsprojekt in Regensburg

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert ein Forschungsprojekt zur Entwicklung von neuartigen Therapieansätzen gegen Arthritis. Eine Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Rainer H. Straub von der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin I am Universitätsklinikum Regensburg wird in den kommenden drei Jahren mit über 200000 Euro gefördert.

Im Zentrum steht der Botenstoff Acetylcholin, der wichtigste Neurotransmitter des peripheren Nervensystems bei Wirbeltieren. Der Neurotransmitter ist an einer Vielzahl von Steuerungsfunktionen im Gehirn und an der Übertragung von Nervenimpulsen an die Muskulatur beteiligt.

Etwa 1 bis 2 % der Bevölkerung sind regelmäßig von der Volkskrankheit Arthritis betroffen, Frauen weit häufiger als Männer. Die genauen Ursachen der Erkrankung sind immer noch nicht alle geklärt. Seit kurzem ist allerdings bekannt, dass die Bahnen des Neurotransmitters Acetylcholin im Körper entzündungshemmend wirken. Die Regensburger Forscher um Prof. Straub wollen nun herausfinden, ob dieser Beobachtung auch für die Therapie der entzündlichen Gelenkerkrankung genutzt werden kann.

Mit Blick auf die Acetylcholin-Pfade im Körper werden sich die Wissenschaftler auf unterschiedliche Forschungsfelder konzentrieren. Zum einen soll geprüft werden, ob eine elektrische Stimulation des Nervus vagus, des größten Nerven des parasympathischen Abschnitts des vegetativen Nervensystems, zu cholinergen - bzw. die Wirkung von Acetylcholin steigernden – Effekten führt. Darüber hinaus wollen die Forscher bestimmte Nervenfasern nutzen, um gezielt im Körper ein verstärkt cholinerges Milieu zu erzeugen. Generelles Ziel ist es, das Verständnis der Acetylcholin-Pfade zu erweitern und so die Grundlagen für neue therapeutische Ansätze zu schaffen.

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