HPLC-Tipp

Der HPLC-Tipp

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Taten.

Achte auf deine Taten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal.“
Talmud

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich freue mich immer wieder sehr früh im Jahr auf die Dezember-Ausgabe von LABO: Wie Sie wissen, versuche ich zum Jahresausklang Ihnen etwas Besonderes anzubieten. So auch in diesem Jahr – ich hatte bereits im August etwas vorbereitet gehabt. Dennoch biete ich Ihnen stattdessen mit Erlaubnis des Autors eine Textpassage aus dem Buch von Jürgen Fuchs „Das Märchenbuch für Manager“ (Deutscher Taschenbuch Verlag, ISBN 978-3-423-34417-3) an. In vielen Situationen muss ich oft an das eine oder andere Märchen aus dieser – nach meinem Empfinden sehr gelungenen – „Märchenstunde“ denken. Ich werde allerdings den Verdacht nicht los, dass Jürgen Fuchs uns Märchen erzählt, wenn er behauptet, seine Märchen seien „Märchen“... Viel Spaß!

„Die Wellen des Wandels

Eine richtige Idylle. Ein schöner Strand, an dem sich die Wellen des Meeres brechen, eine nach der anderen. Jede Welle baut sich auf, wird groß und kracht dann mit Wucht auf den Strand. Welch eine Energie!

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Welch eine Energie in den Wellen des Wandels! Aber wer möchte sich denn wandeln? Wer liebt wirklich die Veränderung, und wer will sich selbst wirklich verändern? Ein Stein verändert sich nicht. Er ist tot. Vielleicht wird er aber verändert von den Wellen des Meeres, bis alle Kanten abgeschliffen sind, bis er glatt und poliert ist. Dann haben die Wellen leichtes Spiel. Jetzt hört man nur noch ein leichtes Grollen, wenn die Steine aufeinander rollen. Bis sie zu kleinen Kieseln werden, zu Sand und feinem Staub – den dann der Wind verweht.

Ein Schwimmer versucht durch die Wellen zu tauchen. Immer wieder. Er strengt sich ungemein an und braucht einen langen Atem. Er kommt aber nicht von der Stelle. Bis er müde wird. Bis eine Welle ihn herumwirbelt und an Land wirft.

Ein Wellenreiter surft mit seinem Brett auf einer schönen Welle. Er nutzt die Energie der Welle für seine eigene Fortbewegung. Er agiert nicht gegen die Welle, sondern mit der Welle. Allerdings braucht er dazu Mut, Kraft und Geschicklichkeit. Er darf auch nicht nach hinten schauen, sondern hat den Blick konsequent nach vorne gerichtet. Er wird auch nicht erfolgreich sein, wenn er nur rational surft, mit dem Verstand. Beim Umgang mit Wellen sind Gespür, Gefühl, Intuition und Erfahrung äußerst wichtig. Der Verstand reagiert viel zu langsam, um das Gleichgewicht in turbulenten Zeiten zu halten.

Das Surfen auf der Welle des Wandels lernt man nicht am Strand, nicht in einem Kurs und nicht in der Schule. Die Erfahrung und den Mut, auch mal wieder aufzustehen, und die nötige Routine gewinnt der Wellenreiter nur beim Surfen selbst. Erst auf kleinen, dann auf größeren Wellen – wie im richtigen Leben.

Ein Surflehrer übt im Wasser gerade mit seinen neuen Wellenreitern. Er macht ihnen keine Angst. Er kommandiert sie nicht, er unterdrückt sie nicht, er demotiviert sie nicht. Er motiviert auch nicht, sondern gibt der Eigenmotivation Kraft und Ziel. Wie ein guter Manager. Er macht ihnen Mut und gibt ihnen Tipps. Er lässt sie selbst surfen. Er ist dann stolz, wenn sie alle stolz sind – auf ihre eigene Leistung.

Die Manager in den Unternehmen, die sich dem Wandel stellen und die in dem Wandel die Chancen sehen, agieren nicht mehr als Dompteur wie in den starren bürokratischen Konzern- und Staatsmaschinerien. „Bleib unten! Sei ruhig! Tu dies! Lass das!“ Die Menschen erstarren dort in Routine zu Steinen, die von den Wellen des Wandels zu Staub zerrieben werden.

Wer Angst sät, wird Lähmung ernten. Manager müssen nicht krampfhaft motivieren. Wenn sie nur aufhörten zu demotivieren, könnte dadurch die Produktivität schlagartig gesteigert werden. Zukunftsweisende Führungskräfte agieren wie Surflehrer, damit die Menschen keine Angst haben vor den Wellen des Wandels. Sie erkennen und machen deutlich, dass der Wandel das einzig Beständige in der Welt des Lebendigen, in der Welt des Lebens ist.

Und wenn sie nicht gestorben sind, dann surfen sie noch heute.“

Ich wünsche uns allen zum Jahresende ein paar glückliche Momente, etwas Ruhe und für 2009 vor allem Gesundheit, Zufriedenheit, die richtige Welle, aber keinen Wellengang – und schöne Peaks.

Ihr Stavros Kromidas

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