IFAT Munich 2026

Melanie Steinbeck,

PFAS-Analytik, Phosphorrecycling und Abwasserlösungen für Labore

Für Labor- und Analytikfachleute bietet die IFAT Munich 2026 vom 4.–7. Mai einen praxisnahen Überblick über die aktuellen Herausforderungen der kommunalen Wasserwirtschaft. Die Messe für Umwelttechnologien zeigt, wie Städte und Gemeinden PFAS, Phosphorrückgewinnung und neue gesetzliche Vorgaben technisch und organisatorisch umsetzen können.

© Messe München GmbH

PFAS – Analytik und Aufbereitung

Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) gelten als „Ewigkeitschemikalien“ und müssen erstmals in Trinkwasser verbindlich überwacht werden. Dies erfordert umfassendes Monitoring, moderne Analytik und Aufbereitungstechnologien. „Wie sich PFAS technisch und wirtschaftlich handhaben lassen, diskutiert das Panel ‚PFAS im Fokus: Herausforderungen und Lösungen zum Umgang mit dem Jahrhundertgift‘ am 6. Mai auf der Blue Stage“, heißt es von den Veranstaltern. Ergänzend zeigt die DGAW am 4. Mai, wie PFAS mithilfe von Aktivkohle aus Wasserströmen entfernt und zerstört werden können – ein Kernthema für Labore, die neue Nachweis- und Aufbereitungsmethoden implementieren.

Phosphorrecycling – von der Analyse zur Umsetzung

Ab 2029 müssen kommunale Kläranlagen Phosphor zurückgewinnen, sofern der Gehalt der Klärschlamm-Trockenmasse mindestens zwei Prozent beträgt. „Phosphorrecycling sollte frühzeitig und langfristig in die Planung der Klärschlammverwertung integriert werden. Entscheidend ist dabei ein offener Dialog zwischen allen Beteiligten“, betont Tabea Knickel, Geschäftsführerin der Deutschen Phosphor-Plattform DPP e.V. Am 6. und 7. Mai diskutieren DWA, DVGW und DPP Lösungen für die praktische Umsetzung, inklusive innovativer Analytik und Prozessüberwachung.

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Energie- und Kreislauftechnologien im Laborbezug

Abwasser enthält Wärme, die fünf bis zehn Prozent des Gebäudewärmebedarfs decken kann. „Interessant ist dieses Potenzial vor allem für Betreiber von Fern- und Nahwärmenetzen“, erklärt Reinhard Reifenstuhl, DWA-Referent. Über Wärmetauscher direkt in der Kanalisation oder am Kläranlagenablauf kann die Energie genutzt werden – beide Verfahren erfordern präzises Monitoring, das Labore in die Planung einbeziehen müssen.

Laborrelevante Highlights auf der IFAT Munich

  • PFAS-Monitoring und Aktivkohleverfahren zur Schadstoffentfernung
  • Phosphorrückgewinnung mit Prozesskontrolle und Laboranalytik
  • Energiepotenzial aus Abwasser – hydrothermische Nutzung und Messstrategien
  • Klimabewusste Stadtplanung: hydrologische Datenanalyse zur Überflutungs- und Hitzerisikominderung

Die IFAT Munich 2026 bietet damit ein praxisnahes Update für Analytiker, Laborleiter und Planer, die kommunale Wasseraufgaben technisch umsetzen und innovative Mess- und Aufbereitungstechnologien integrieren wollen.

Quelle: Messe München GmbH

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