Diagnostik mit Nanopartikeln

Blut-Schnelltest zum Nachweis von Infektionskrankheiten

Das Start-up Magia Diagnostics stellt auf der Medica einen Blut-Schnelltest zum Nachweis von Infektionskrankheiten vor.

Ein Tropfen Blut aus dem Finger kann reichen, um schnell eine komplette immunologische Analyse durchzuführen. © MagIA Diagnostics

Die multiparametrischen Analysen des kleinen tragbaren Lesegeräts weisen laut Unternehmen eine mit Laboranalysen vergleichbare Sensitivität auf. Die erste Serie, die das Unternehmen entwickelt hat, ist zur Erkennung von Infektionskrankheiten bei Risikogruppen bestimmt. In Europa gehören hierzu annähernd 80 Millionen Menschen. Magia Diagnostics wurde vom CNRS (Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und dem Polytechnischen Institut Grenoble gegründet. Es führt immunologische Schnellanalysen mithilfe einer patentierten Technologie durch. Sie basiert auf magnetischen Nanopartikeln, die von Mikromagneten angezogen werden.

Magia Diagnostics beschreibt das Diagnostikverfahren so: Dank der besonderen „waschfreien“ Methode konnten die komplexen ELISA-Verfahren auf einen einzigen Schritt reduziert werden. Normalerweise wird die Messung in großen Automaten in rund zehn Schritten durchgeführt. Nach den bisherigen Ergebnissen sei die Methode laut Angabe des Unternehmens ebenso wirksam wie herkömmliche Laboranalysen und zudem wesentlich empfindlicher als die marktüblichen immunochromatografischen Teststreifen, die hauptsächlich zum Nachweis von Infektionskrankheiten eingesetzt werden - ein Marktsegment, auf das sich das Unternehmen in erster Linie konzentriert.

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Ausblick
Ein erstes Kit wurde zur Erkennung von Hepatitis B entwickelt und soll Anfang 2021 auf den europäischen Markt kommen. Die Zielgruppen: Testzentren und Gemeinschaftspraxen. Während der Konsultation kann der komplette serologische Status des Patienten innerhalb von 15 Minuten bestimmt werden. Danach kann entschieden werden, ob eine Impfung oder zusätzliche Analysen notwendig sind. Kurzfristig soll der Test für die Analyse von HIV, HCV und Syphilis weiterentwickelt werden. Damit sind die wichtigsten sexuell übertragbaren Infektionen in der Analyse abgedeckt. In den kommenden Jahren sollen dann auch Kits zum Nachweis von tropischen Fieberkrankheiten (Chikungunya, Zika, Dengue) oder Malaria verfügbar sein.

Medica 2018: Halle 3, Stand H74 (Gemeinschaftsstand von Business France)

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