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Helmholtz-Institut für One Health

Melanie Steinbeck,

Grundsteinlegung für neues Forschungs- und Laborgebäude

Das Helmholtz-Institut für One Health (HIOH) in Greifswald hat am 11. September 2025 den Grundstein für sein neues Forschungsgebäude gelegt. Zahlreiche Gäste aus Wissenschaft, Politik und Partnerinstitutionen waren dabei. Der Neubau wird künftig alle Mitarbeitenden unter einem Dach vereinen.

Grundsteinlegung für das Forschungsgebäude des Helmholtz-Instituts für One Health (HIOH), v.l.n.r.: Christian Pegel (Minister für Inneres und Bau des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Prof. Katharina Riedel (Rektorin der Universität Greifswald), Prof. Fabian Leendertz (Gründungsdirektor des HIOH), Manuela Schwesig (Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern), Prof. Josef Penninger (Wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI), Christian Scherf (Administrativer Geschäftsführer des HZI), Dr. Stefan Fassbinder (Oberbürgermeister der Universitäts- und Hansestadt Greifswald), Bettina Martin (Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern). © Wally Pruß

Das HIOH wurde 2021 als neuer Standort des Braunschweiger Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Greifswald gegründet – in Kooperation mit der Universität Greifswald, der Universitätsmedizin Greifswald und dem Friedrich-Loeffler-Institut (FLI). Das Bauvorhaben wird vom Bund und überwiegend vom Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert.

One Health – Forschung für Mensch, Tier und Umwelt

In seiner Festrede betonte HIOH-Gründungsdirektor Prof. Fabian Leendertz die Bedeutung der Erforschung zoonotischer Infektionen und antimikrobieller Resistenzen, gerade in einer zunehmend vernetzten Welt mit wachsenden Herausforderungen durch Pandemien.

Dem One Health-Ansatz folgend, wonach die Gesundheit von Menschen, Tieren und Umwelt als ein untrennbares Ganzes betrachtet wird, arbeiten am HIOH Wissenschaftler:innen verschiedenster Disziplinen eng zusammen. Ziel ist es, zu verstehen, wie zoonotische Erkrankungen entstehen, wie sich antimikrobielle Resistenzen entwickeln und wie Krankheitserreger sich verändern – um so das Risiko neuer Pandemien zu reduzieren.

Derzeit ist das Institut noch übergangsweise in verschiedenen Räumlichkeiten der Universität Greifswald und der Universitätsmedizin untergebracht. Das neue Gebäude wird dem HIOH eine dauerhafte Heimat am Standort Greifswald bieten. Gefördert wurde das neue Forschungsgebäude mit insgesamt 38 Millionen Euro vom Bund und vom Land Mecklenburg-Vorpommern.

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Die Grundsteinlegung am 11. September 2025 markierte den offiziellen Beginn der Bauarbeiten auf dem Campus der Universität Greifswald am Berthold-Beitz-Platz.

„Dieser Neubau ist ein bedeutender Meilenstein, um die One Health-Forschung in Greifswald weiter zu stärken und die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit unseren Gründungspartnern, aber auch weiteren lokalen und globalen Akteuren zu intensivieren“, betonte Fabian Leendertz.

Unterstützung aus Wissenschaft und Politik

In ihrem Grußwort vor mehr als 100 Gästen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien hob Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Bedeutung des Greifswalder Forschungsstandorts hervor:

„Infektionskrankheiten können zwischen Tieren und Menschen übertragen werden, und dabei haben Umwelt und Klima einen entscheidenden Einfluss. Noch ist vieles daran unerforscht. Seit drei Jahren arbeitet das Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald daran, diese Zusammenhänge zu verstehen. Wir sind stolz darauf, dieses Institut bei uns in Mecklenburg-Vorpommern zu haben. Und ich freue mich, dass wir heute gemeinsam den Grundstein für ein neues, modernes Institutsgebäude legen.“

Prof. Josef Penninger, wissenschaftlicher Geschäftsführer des HZI, lobte die exzellenten Forschungsbedingungen in Greifswald:

„Von unserer heimischen Ostseeküste bis in den afrikanischen Regenwald werden am HIOH einzigartige Forschungsdaten zusammengetragen und Erkenntnisse gewonnen, die uns helfen, das komplexe Zusammenspiel von Infektionskrankheiten, Mensch, Tier und Umwelt besser zu verstehen. Mit dem neuen Forschungsgebäude wird eine exzellente Heimatbasis für Weltklasseforschung geschaffen, die weithin über Deutschland und Europa sichtbar sein wird. Eine absolut tolle Entwicklung, die ich vollends unterstütze.“

„Die Greifswalder Forschung im Bereich One Health ist breit gefächert und hochkomplementär", so Prof. Katharina Riedel, Rektorin der Universität Greifswald. „Das neue HIOH-Forschungsgebäude wird dazu beitragen, Greifswald als weltweit führendes Zentrum für One Health-Forschung international noch mehr Sichtbarkeit zu verleihen.“

Unter den Gästen waren unter anderem Bettina Martin, Ministerin für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Christian Pegel, Minister für Inneres und Bau, sowie Greifswalds Oberbürgermeister Dr. Stefan Fassbinder.

Zahlreiche Vertreter:innen der Wissenschaftscommunity begleiteten das HIOH bei diesem besonderen Meilenstein, darunter Christian Scherf, administrative Geschäftsführer des HZI, Prof. Agnes Flöel, stellvertretender Wissenschaftlicher Vorstand der Universitätsmedizin Greifswald, und Prof. Sascha Knauf, Leiter des Fachinstituts für Internationale Tiergesundheit/One Health des FLI.

Nachhaltig bauen für exzellente Forschung

Mit dem Start der Bauarbeiten im Juli 2025 beginnt für das HIOH ein neues Kapitel. Das moderne Labor- und Bürogebäude vereint Nachhaltigkeit mit hoher technischer Funktionalität. Das Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck errichtet das Gebäude in klimafreundlicher und ressourcenschonender Bauweise – mit begrünten Fassaden, Dachbegrünung mit Regenwasserspeicherung sowie Lebensräumen für Insekten, Vögel und Fledermäuse. Die Umgebung wird naturnah gestaltet und bleibt an vielen Stellen unversiegelt – ein kleiner Beitrag zur lokalen Biodiversität und Ausdruck des One Health-Gedankens.

Gleichzeitig bietet der Neubau auf 2.800 m² Nutzungsfläche modernste und sichere Arbeitsbedingungen für die Forschung an infektiösen Erregern (u.a. Labore bis Sicherheitsstufe 3) und schafft ideale Voraussetzungen für wissenschaftliche Exzellenz. Künftig werden etwa 120 Mitarbeiter:innen im HIOH arbeiten. Die Fertigstellung des Gebäudes ist für Sommer 2027 vorgesehen.

Damit setzt das Helmholtz-Institut für One Health in Greifswald ein sichtbares Zeichen für Innovation, Zusammenarbeit und die Zukunft der Infektionsforschung in Nordostdeutschland.

Quelle:  Helmholtz-Institut für One Health (HIOH)

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