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Artikel und Hintergründe zum Thema

Laboreinrichtung

Modernes Ausbildungslabor als Lernunterstützung und Motivator

Ein neues Schullabor sollte es sein – visioniert von einer Studienrätin ist ein modernes Ausbildungslabor entstanden: Statt Frontalunterricht wird in der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule Horb nun eine kooperative Lernumgebung verwirklicht, die gleichzeitig ein digitales Klassenzimmer darstellt.

Mit der modernen Mittelpultlösung wird die Lehrkraft Teil eines Lernteams. © Köttermann

Am 31. Januar 2023 wurde das neue Schullabor an der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule in Horb am Neckar eingeweiht. Simone Seeger, die Studienrätin, konnte hier ihren Bildungstraum verwirklichen. Für die MFAs – Medizinischen Fachangestellten – wurde ein alter Schullaborraum in ein außergewöhnliches digitales Schullabor verwandelt. Dank Simone Seeger und einem Schuldirektor, der sich von der Energie seiner Mitarbeiterin nur zu gern mitreißen ließ. Eine Raumlösung, die motiviert, sollte es sein und die den Schülerinnen und Schülern Wertschätzung entgegenbringt. „Jetzt fühle ich mich schlau, jetzt bin ich wer“, verdeutlicht Simone Seeger. An die Gewerbliche und Hauswirtschaftliche Schule kämen zum großen Teil junge Menschen, die noch keinen Schulabschluss in der Tasche hätten. Kinder, die es aus unterschiedlichen Gründen schwerer hatten. Dass es auch anders geht, möchte Frau Seeger in die Tat umsetzen, und schon der Schulraum soll eine Einrichtungslösung bereithalten, die motiviert.

Studienrätin Simone Seeger ist überzeugt, dass sich auf Augenhöhe mit der Lehrkraft am besten lernen lässt. © Köttermann

Nachdem Köttermann-Mitarbeiter Hans-Jürgen Laur die Wünsche der Studienrätin und Details für die Raumplanung aufgenommen hatte, arbeitete er gemeinsam mit der Planungsabteilung die Raumdetails aus, immer in enger Abstimmung mit der Studienrätin. Mit Hilfe von 3D-Zeichnungen fiel es leicht, sich die neue Raumstruktur in Lebensgröße vorzustellen. Dass alle ihre Ideen real wurden, hat Frau Seeger dennoch überrascht, „ich konnte ‚wünsch-dir-was‘ spielen und Herr Laur hat es möglich gemacht“. Der Traum eines Lehrerlabortisches in der Mitte des Raumes konnte mit oktogonalen Ecklösungen für die Schülerarbeitstische verwirklicht werden. Die Schülerinnen und Schüler untereinander können durch die transparenten Medienzellen-Glaseinsätze nahezu hindernislos kommunizieren. Die Mediensäulen werden extra dafür filigran produziert – möglich durch den Basiswerkstoff Stahl.

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„Interaktive Mikroskopie“

Die Digitalisierung im Unterricht machte auch Tablethalter im Labor erforderlich. © Köttermann

Die Konzentration auf die Mitteltischlösung schafft zusätzlich eine sehr gute Voraussetzung für die optische Darstellung der digitalen Vernetzung der Arbeitsplätze: Vom Lehrerlaptop, der den Mittelpunkt des Raumes bildet, kann das Lehrpersonal sich mit allen einzelnen Arbeitsplatz-Tablets und auch den digitalen Mikroskopen verbinden. Das jeweilige Präparat lässt sich dann auf dem Smartboard von allen Schülerinnen und Schülern ansehen. Eine Extralösung setzte der Unterricht für die PTAs voraus – Tablethalter an jedem Arbeitsplatz, da die Lernenden dieser Fachrichtung inzwischen ausschließlich mit Tablets arbeiten. Stahl bietet hier den Vorteil, dass die Halter äußerst dünn konstruiert werden und auch im Gebrauch später leicht gereinigt werden können. Als beliebtes Stauraumwunder, das dennoch einfach auf alle Objekte zugreifen lässt, wünschte sich Simone Seeger einen Apothekerschrank. Als ergänzende Sonderlösungen besonders für die Prüfungssituationen vorgehalten, entstanden Rolltische, die ausschließlich mit Prüfungsmaterialien bestückt sind und zu den Prüfungen an die jeweiligen Arbeitsplätze geschoben werden können. Sie lassen sich durch ihre maßgearbeitete Größe durch alle Gänge bewegen. Während der Vorführungen im Rahmen der Einweihungsfeier zeigte sich eine Prüferin sichtlich beeindruckt – moderne Unterrichtslösungen erfordern auch angepasste Prüfungssituationen. Für Hans-Jürgen Laur hinterlässt gerade dieses Schullaborprojekt einen nachhaltigen Eindruck. „Es macht einfach viel Freude, weil es die erste Schullaboreinrichtung dieser Art für Köttermann ist“, erzählt er kurz vor der offiziellen Eröffnung. Sichtlich berührt hat ihn besonders die Möglichkeit, die Schule vom Ausräumen des alten Laborraums bis zur Einweihung mit dem Landrat des Landkreises Freudenstadt, Dr. Klaus Michael Rückert, begleitet zu haben.

Über Funktionalität hinaus

Kommunikation erwünscht: Auch die Glaseinsätze in den Medienzellen bewirken eine offene Atmosphäre. © Köttermann

Die Umstellung des Unterrichts auf digitale Techniken wurde hier durch die Corona-Pandemie maßgeblich beschleunigt. Simone Seeger ist stolz darauf, dass das an der Gewerblichen und Hauswirtschaftlichen Schule in Horb in kürzester Zeit gelang. Auch ein ausschlaggebender Grund, dass sich die ursprüngliche „Lehrkraft“ zu einem bzw. einer Lernberater/-in gewandelt hat. Durch die neue Raumlösung sei nun deutlich zu spüren, dass der Wegfall des Frontalunterrichts den Schülerinnen und Schülern Angst nimmt. Diese seien leichter zu motivieren – vor allem die, die „lernfern“ an die Schule kamen. Frau Seeger berichtet berührt von einem Jungen, der die Schule nahezu verweigert hatte, heute eine Ausbildung zum Industriekaufmann mache und Spaß daran habe. Jugendliche mit modernen Räumlichkeiten und neuen Technikstandards zu begeistern, kann bei mehr jungen Menschen das Interesse für Berufe wie MFA und PTA wecken. Das ist für Frau Seeger auch ein Weg, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. Sie ist gespannt, wie sich die Nachfrage durch die Modernisierungen entwickelt.

AUTORIN
Manuela Sterns
Köttermann GmbH, Uetze
Tel.: 05147/976-0
[email protected]
www.koettermann.com

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