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Artikel und Hintergründe zum Thema

Modernisierung

Barbara Schick,

Saniertes Gebäude für zahlreiche Forschungsgruppen

Mit der Übergabe des sanierten Laborgebäudes 23.2 an das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) endete für das Institut eine mehrjährige Bauphase. Das modernisierte Gebäude beherbergt jetzt Labore und Büros für verschiedene Arbeitsgruppen der Abteilungen Mikrophysik und Fernerkundung sowie Kalibrierlabore, Werkstätten und Sozialräume.

© Rebecca Frey, TROPOS

Im Gegensatz zu den TROPOS-Gebäuden Wolkenlabor (2005), Multifunktionsgebäude (2011) und Laborgebäude für Atmosphärenchemie (2017) handelt es hier nicht um einen Neubau, sondern um eine Sanierung eines bestehenden Laborgebäudes. Bund und Land haben den Umbau mit insgesamt rund 4,7 Millionen Euro gefördert: Neben 1,7 Millionen Euro als Eigenanteil aus dem regulären Haushalt wurden zusätzlich 3 Millionen Euro für den Umbau bereitgestellt. Während der Bauarbeiten in den vergangenen zwei Jahren waren die Mitarbeitenden in verschiedenen Provisorien auf dem Gelände des Wissenschaftsparks untergebracht.

Das Gebäude 23.2 ist eines der ältesten Häuser auf dem Gelände des Wissenschaftsparks Leipzig. Es entstand als Laborbau in den Jahren 1978 bis 1980 sowie als Anbau in den 1990er Jahren zum TROPOS-Hauptgebäude 23.1. Mit dem Neubau eines Laborgebäudes für Atmosphärenchemie zogen 2017 viele der Forschenden in ein neues Gebäude um. Für die übrigen Nutzerinnen und Nutzer wurden in den Monaten der Bauphase Interimslösungen gefunden: So konnten z. B. die Werkstätten der Lidargruppe und das Kalibrierlabor der Aerosolphysik provisorisch im Gebäude 11.2/3 auf dem Gelände des Wissenschaftsparks unterkommen, das vom Land Sachsen zur Verfügung gestellt wurde.

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Mit einer Bauzeit von 20 Monaten fiel der Umbau länger und aufwendiger als ursprünglich geplant aus, um das Gebäude an die aktuellen Brandschutzstandards anzupassen. Dazu kam, dass die Bauarbeiten in die Zeit der Corona-Pandemie fielen und Lieferengpässe sich auch hier bemerkbar machten. „Umso froher sind wir, dass die Arbeiten nun abgeschlossen werden konnten. Damit haben jetzt alle Gruppen am TROPOS gute Arbeitsbedingungen und die Basis für exzellente Forschung. Mit der Fertigstellung dieses Umbaus endet für TROPOS eine lange Bauphase: Insgesamt hat es fast zwei Jahrzehnte gedauert, um die Labore an die gewachsenen und veränderten Bedürfnisse anzupassen. Unser Dank geht an alle Beteiligten und besonders an die Geldgeber bei Bund und Land, die diesen Weg zusammen mit uns gegangen sind“, betont Prof. Andreas Macke, Direktor des TROPOS.

23 Labore und mehr

Das sanierte Laborgebäude enthält jetzt auf 1.620 Quadratmeter Fläche eine Mischung aus verschiedensten Nutzungsformen: 23 Labore, 14  Büros, ein Seminarraum, ein großer Multifunktionsraum, ein Computerpool, mehrere Lager- und Technikräume, sowie zwei Teeküchen, Umkleideräume mit Duschen und WC-Anlagen. Die Lidar-Gruppe profitiert von einer neuen, seitlich verschiebbaren Dachkuppel, wodurch die portablen Lidargeräte bereits beim Bau im Labor getestet werden können (Lidar = light detection and ranging; Lidarmessungen liefern Informationen zur Verteilung von Aerosolpartikeln in der Atmosphäre). Das Weltkalibrierzentrum für Aerosolphysik (WCCAP) und die dazu gehörende Arbeitsgruppe hat moderne Räume bekommen, in denen Feinstaubmessgeräte aus aller Welt kalibriert und internationale Gäste geschult werden. Die Satellitengruppe erhält ein neues, komplett schwarzes Strahlungslabor, die Wolkengruppe ein Eislabor. Mit „Elektrowerkstatt / Konstruktion“ und „Büro / Werkstatt“ für die Station Melpitz sowie Haustechnik stehen Mitarbeitenden aus dem Bereich Technik nun nach Institutsangaben zeitgemäße Räumlichkeiten und Anlagen zur Verfügung. Neben diesen Gruppen profitieren alle Beschäftigten von einem neuen Multifunktionsraum, der u. a. als Seminarraum, für Gesundheitsangebote oder auch als Proberaum der Institutsband genutzt werden kann.

Der Laborbau wurde saniert, um das Gebäude an die aktuellen Brandschutzstandards anzupassen. © Rebecca Frey, TROPOS

Mit der Modernisierung konnte z. B. die Beleuchtung auf LED umgestellt werden, so dass die Beleuchtung in Fluren, Treppen und Erschließungsflächen komplett über Bewegungsmelder gesteuert werden. Zudem wird die gesamte Haustechnik über eine Gebäudeleittechnik gesteuert.

Zum Institut

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 97 selbstständige Forschungseinrichtungen verschiedener Disziplinen verbindet. Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20 500 Personen, darunter 11 500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Quelle: Leibniz-Institut für Troposphärenforschung

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