Gasanalysator zur zerstörungsfreien Analyse

O2 in der Verpackung?

Der Gasetechnik-Hersteller Witt hat sein Angebot bei Gasanalysatoren ausgebaut: Erstmals ist jetzt ein Gerät lieferbar, das den Sauerstoffgehalt in Verpackungen analysiert, ohne diese dabei zu beschädigen. Damit löst Witt ein bekanntes Problem vieler Anwender: Sollte die Haltbarkeit eines unter Schutzgas verpackten Lebensmittels allgemeingültig ermittelt werden, so war bislang eine Reihenuntersuchung nötig.

Zur Messung mit dem neuen Gasanalysator wird lediglich der kabelgeführte Sensorkopf an die Verpackung gehalten. Ob im Bereich des begasten Kopfraums oder direkt am flüssigen Inhalt gemessen wird, ist unerheblich. Das Gerät arbeitet opto-elektronisch: Eine Diode sendet Licht aus, das ein zuvor in die Packung eingeklebtes kleines Plättchen stimuliert. Ein Detektor registriert die zurück emittierten Lichtwellen. Durch Signalvergleich errechnet der eingebaute Mikroprozessor den Sauerstoffgehalt in der Verpackung. Die Ware selbst wird weder mechanisch noch chemisch beeinträchtigt, kann also danach verkauft werden. Ohnehin geht alles blitzschnell: Die Messung dauert weniger als 0,1 s. Damit hat das Gerät das Potential, den gesamten Abzug einer Verpackungsmaschine stückweise zu prüfen, fehlerhafte Ware zu erkennen und somit Retouren praktisch auszuschließen.

Das Tischgerät mit den Abmessungen 18 x 29 x 33 cm eignet sich alternativ auch zum Einbau in Anlagen. An der Vorderseite ist neben Anschlüssen und Schaltelementen ein Farbflachbildschirm eingelassen, der alle Parameter darstellt und auch per Maus bedient werden kann. Angezeigt wird der prozentuale Sauerstoffgehalt der Verpackung mit zwei Stellen hinter dem Komma. Die Messgrenze in Luft liegt bei nur 0,03 %, was unterhalb der Arbeitsgrößen von Schutzgasanlagen liegt.

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Wechselwirkungen mit anderen Gasen in der Verpackung sind nicht bekannt. Sogar der pH-Wert und Salzgehalt des Produktes sind unproblematisch. Lediglich zwei Kriterien hat die Ware zu erfüllen: Die Verpackung muss an einer Stelle durchsichtig sein und ein Reflektorplättchen enthalten – beides dürfte sowohl ästhetisch wie preislich in den meisten Fällen realisierbar sein.



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