Roboter TX 60 Stericlean

Roboter für extremste Laborbedingungen

Stäubli Robotics dringt mit dem Roboter TX 60 Stericlean in Bereiche vor, in denen der Einsatz von Robotern bis dato als unmöglich galt. Der neue Roboter kann dank einiger konstruktiver Highlights dauerhaft in dampfförmigen Wasserstoffperoxid-Umgebungen, die für Sterilisationsprozesse typisch sind, arbeiten.

Der TX 60 Stericlean ist der erste Roboter, der dank einer speziellen Kapselung, der Ausführung besonders beanspruchter Teile in Edelstahl und einer speziellen Oberflächenbehandlung in sogenannten VHP-Umgebungen dauerhaft und zuverlässig arbeiten kann. Damit kann der schlanke Sechsachser Prozesse wie Sterilisieren, Dekontaminieren, Bestücken und dergleichen mehr in Isolatoren und Gloveboxen übernehmen. Solche Systeme, bei denen der Bediener bislang umständlich über entsprechende Aussparungen in der Box mit dicken Handschuhen in aggressiver oder toxischer Umgebung arbeiten musste, sind jetzt automatisiert zu betreiben.

Der Einsatz von Roboter in Gloveboxen und Isolatoren schafft völlig neue Möglichkeiten. Erstmals werden Sterilisations- oder Dekontaminationsprozesse in Forschungslabors, der Medizintechnik, aber auch in Fertigung und Produktion automatisierbar. Nach Aussage der Stericlean-Entwickler gelingt mit dieser technischen Innovation der entscheidende Durchbruch bei den Bemühungen zur Automatisierung solcher Prozesse.

Probleme mit manuell schlecht zugänglichen Stellen innerhalb der Glovebox gehören mit dem Roboter der Vergangenheit an. Dank seiner überragenden Beweglichkeit erreicht er alle für die Sterilisation relevanten Positionen. Das macht die Prozesse nicht nur sicherer, sondern im Vergleich zur umständlichen manuellen Ausführung auch wesentlich schneller.

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Durch seinen Einsatz ergeben sich neben einem verbesserten Sterilisationsergebnis auch Vorteile für das Personal hinsichtlich toxischer und ergonomischer Belastungen. Außerdem wird durch die Vollautomatisierung der größte Kontaminations-Risikofaktor, der Mensch, vom Prozess abgekoppelt und damit ausgeschlossen. Der Roboter trägt damit maßgeblich sowohl zu Schutz und Sicherheit des Personals als auch der Produkte bei. Bei der Konzeption der Stericlean-Variante profitierten die Entwickler von der geschlossenen Struktur der TX-Roboterbaureihe, die für Reinraumeinsätze und Applikationen unter extremen Umgebungsbedingungen erste Wahl ist.

„Die neue Technologie wird durch die starke Partnerschaft zwischen Stäubli, dem Systemintegrator und Endkunden weiter vorangebracht“, sagt Ronan Le Floc’h von Sanofi Aventis. „Wir haben bewiesen, dass Herausforderungen bei der Automatisierung von Prozessen in Isolatoren erfolgreich bewältigt werden können, wenn engagierte Partner die gleiche Strategie verfolgen und ihre Erfahrung – in der Automatisierung einerseits und Reinraumtechnik andererseits – einbringen.“

Ihre Fähigkeit zur Simulierung menschlicher Bewegungen und Erreichung der Produktivitätsziele, hat die neue Technologie in umfangreichen Tests bereits unter Beweis gestellt. So wurde die Geschwindigkeit der Befüllung von Spritzen auf High-Speed-Produktionslinien deutlich gesteigert. Diese Roboter sind für eine große Palette von Produktionsanforderungen adaptierbar, von gefährlichen pharmazeutischen Zusammensetzungen, über Impfstoffe bis hin zu Zellkulturen.

Der TX 60 Stericlean verfügt über eine Reichweite von 670 mm bei einer Wiederholgenauigkeit von ±0,02 mm. Die nominale Tragkraft der rund 50 kg schweren Präzisionsmaschine gibt Stäubli mit 3,5 kg an. Maximal sind 9,0 kg möglich.

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