Life Sciences

Preis für Molekulares Farming verliehen

Am 26. Mai wurden in der Nürnberger Meistersingerhalle auf der Jahrestagung der auch in den USA tätigen Fraunhofer-Gesellschaft e.V. die diesjährigen Forschungspreise verliehen. Den mit 10 000 Euro dotierten Preis „Technik für den Menschen“ erhielten die drei Wissenschaftler Dr. Jürgen Drossard, Dr. Thomas Rademacher und Dr. Stefan Schillberg vom Fraunhofer-Institut für Molekularbiologie und Angewandte Oekologie (IME), Aachen (siehe Foto).

Meistersingerhalle Nürnberg: Die Preisträger v.l.n.r.: Dr. Stefan Schillberg, Dr. Thomas Rademacher und Dr. Jürgen Drossard im Gespräch mit Moderatorin Ursula Heller (Foto: Fraunhofer Gesellschaft).

Im Rahmen des 2009 abgeschlossenen fünfjährigen Forschungsverbund-Projekts Pharma Planta, das 39 Forschungsinstitute aus der EU und Südafrika umfasste, war es den drei Fraunhofer-Forschern gemeinsam mit Prof. Dr. Wiltrud Treffenfeldt, Dow AgroSciences, und Dr. Uwe Gottschalk, Sartorius Stedim Biotech S.A., gelungen, pharmakologische Wirkstoffe in transgenen Pflanzen zu produzieren. Zur Herstellung des monoklonalen Antikörpers 2G12, der gegen das AIDS-Virus wirksam ist, wurde die schnell wachsende, einjährige Tabakpflanze (Nicotiana tabacum) ausgewählt, die überdies relativ viel Biomasse produziert.
Der Antikörper 2G12 wurde durch ein Extraktionsverfahren mit Zentrifuge, Filtrierung und Chromatographie gewonnen. Die eigens hierfür angefertigten Filtersysteme lieferte das Göttinger Biotech-Unternehmen Sartorius Stedim.

Den Preis „Technik für den Menschen“ stifteten ehemalige Institutsdirektoren und Vorstände der Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit Sponsoren. Er wird alle zwei Jahre verliehen.

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Richard E. Schneider

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