Management

Laborakkreditierung

Erfahrungsaustausch auf dem Infotag DAkkS
Anfang Juli nutzten in Köln 23 diskussionsfreudige Teilnehmer aus den verschiedensten Branchen auf dem „Infotag DAkkS“ die Gelegenheit zum gegenseitigen Erfahrungsaustausch. Am zahlreichsten vertreten war die Umweltbranche, gefolgt von Medizin, Lebensmittel und Chemie. Auch Vertreter von Labors aus den Bereichen Mikrobiologie, Material- bzw. Werkstofftechnik sowie Messtechnik und Pharma waren vor Ort.

Diskutiert wurde über eine weit gefächerte Bandbreite von Themen in Bezug auf die Laborakkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS): Akkreditierung in Deutschland im Vergleich zu internationalen Standards, Probleme bei Zusammenarbeit zwischen DAkkS und anderen Befugnis erteilenden Behörden, Undurchsichtigkeit der DAkkS-Regularien, Probleme beim Übertragen von Standards aus einer Branche auf eine andere u.v.m. Neben den allgemeinen Themen kamen aber auch die Probleme in der alltäglichen Praxis der Labors zur Sprache: In kleineren Gruppen beim Mittagessen oder in den Kaffeepausen berieten die Teilnehmer spontan über ihre individuellen Situationen. Es wurden pragmatische Lösungen zu festgestellten Abweichungen diskutiert, konkrete Tipps für das nächste Audit gegeben oder Tricks zur internen Dokumentenlenkung verraten. „Allein dafür hat sich der Tag für mich gelohnt“, freute sich eine Teilnehmerin über den Tipp ihres Tischnachbarn.

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Der „Infotag DAkkS“ war eine Initiative der Klinkner & Partner GmbH. Anfang 2011 hatte die Laborberatung eine Umfrage mit dem Titel „Ein Jahr DAkkS! Wo steht die Laborakkreditierung heute?“ unter akkreditierten Labors durchgeführt. Die Resonanz hatte gezeigt, dass sich für viele Labors die derzeitige Situation nach Gründung der DAkkS 2010 mehr als unbefriedigend darstellt. Ambivalenzen in den Erfahrungsberichten und die teils hohe Emotionalität der Antworten zeigten der Klinkner & Partner GmbH, dass eine persönliche Gesprächsrunde für die betroffenen Labors einen besseren Rahmen zum Erfahrungsaustausch darstellt. Die große Diskussionsfreude und die Offenheit des regen Austauschs unter den Teilnehmern des Infotages hat das bestätigt. Neben der Präsentation der Umfrageergebnisse blieb für Veranstaltungsleiter Dr. Roman Klinkner daher lediglich die Aufgabe des Moderators – die Diskussionsthemen bestimmten die Teilnehmer selbst.

Wunschzettel an die DAkkS?

Interessant gestaltete sich auch der Beitrag von Manfred Saigge, Laborleiter der RWE Power AG, der den Teilnehmern von seinen Erfahrungen mit der DAkkS berichtete und anschließend Rede und Antwort stand.

Einen „Wunschzettel an die DAkkS“ wollte eine Teilnehmerin gerne verfassen und einer ihrer Tischnachbarn regte an, eine „Interessengemeinschaft akkreditierter Laboratorien“ zu gründen, um Interessen zu bündeln und der DAkkS mit mehr Rückhalt entgegentreten zu können. Momentan werden von der Klinkner & Partner GmbH diese „Wünsche“ gesammelt – Vorschläge nimmt das Unternehmen per E-Mail, Post, Fax oder auch telefonisch entgegen. So könnte der Grundstein für eine gemeinsame Stimme gelegt werden.

Um diese Initiative weiter zu fördern, wären sowohl eine weitere Umfrage wie auch weitere Infotage denkbar. Den 23 Infotag-Teilnehmern hat der Erfahrungsaustausch bereits geholfen. Alle anderen sollten ebenfalls die Gelegenheit bekommen, sich durch gegenseitigen Erfahrungsaustausch besser auf die neue Akkreditierungssituation einzustellen.
Britta Holzmann

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