Management

Gelebtes Networking bei den Fachpressetagen

Redakteure lauschten einem Fachvortrag bei der Multi-Pressekonferenz.

Neben fachlichem Know-how sorgen die richtigen Netzwerke für den Erfolg von Menschen und Unternehmen. Das gilt insbesondere für Pressearbeit und die Darstellung von Firmen in den einschlägigen Fachmedien. Wer sein Handwerk versteht und die richtigen Leute kennt, hat Erfolg.

Networking ist keine neue Erfindung. Bester Beweis sind die Fachpressetage des Redaktionsbüro Stutensee, die dieses Jahr in Karlsruhe in 22. Auflage stattfanden (Bild 1). Bei der Veranstaltung treffen sich seit 1996 Vertreter aus Firmen und Fachredaktionen der Automatisierungsbranche, tauschen Neuheiten aus und knüpfen neue Kontakte oder vertiefen vorhandene. Entstanden sind die Fachpressetage ursprünglich als eine Art "Multi-Pressekonferenz" für die Prozesstechnik- und Automatisierungsbranche. Die Idee dahinter ist im Grunde einfach, wie der Erfinder der Veranstaltung Dietrich Homburg (Bild 2) erklärt: "Auch wenn kleine Firmen sehr innovative Ideen haben, fällt es ihnen oft schwer, viele Redakteure zu einer Pressekonferenz ins eigene Haus zu bringen." Eine einstündige Pressekonferenz kann einen Redakteur mit An- und Abreise beispielsweise einen halben bis einen ganzen Tag "kosten". Bündelt man aber mehrere solcher Pressekonferenzen an einem Ort, erreicht man ein besseres Aufwand-Nutzen-Verhältnis. So können auch kleine Firmen sehr viele Redakteure auf ihrer Pressekonferenz ansprechen. Die Bündelung bringt Synergieeffekte für beide Seiten.

Dass Firmen in 25-minütigen Fachvorträgen den anwesenden Redakteuren ihre Neuheiten vorstellen, ist aber nur ein Teil der Veranstaltung. Die vortragsfreie Zeit ist ebenso kostbar, wie die Vorträge selbst. Hier kommen Redakteure und Firmenvertreter abseits von allem Messestress miteinander ins Gespräch, tauschen Ideen aus, vereinbaren Exklusivbeiträge, Interviews, Titelseiten oder lernen sich schlicht besser kennen. Das erleichtert die zukünftige Zusammenarbeit deutlich. 2008 wurde deshalb eine Tischmesse angegliedert, die die Kontaktpflege zwischen Unternehmen und Redaktionen noch besser kanalisiert (Bild 3).

Zum dritten Mal stand dieses Jahr zudem an einem Abend der Fachpressetage ein Besuch bei einem Unternehmen in der Nähe des Veranstaltungsortes auf dem Programm. Hier konnten sich Redakteure und Firmenteilnehmer in einer Art "hands-on" Führung mit Produkten der Firma Polytec vertraut machen (Bild 4). Ein Teilnehmer, der erstmals bei den Fachpressetagen referierte, fasste die Stimmung so zusammen: "Ich habe den Eindruck, die Fachpresse in der Automatisierungsbranche ist wie eine große Familie, jeder scheint hier jeden zu kennen. Und ich freue mich, dass ich heute Teil dieser Familie sein darf." Und weil bei guter Pressearbeit Know-how und Know-who sehr eng zusammen gehört, brachte der PR-Workshop "Fachpresse kennen und können", der am letzten Tag parallel zu den Fachpressetagen stattfand, beides zusammen. Am Vormittag konnten die Teilnehmer bei der Multi-Pressekonferenz und der Tischmesse das Netzwerk Fachpresse live kennenlernen. Am Nachmittag vermittelten dann zwei Chefredakteure wertvolles Handwerkszeug für die Pressearbeit.

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