47. Deutscher Lebensmittelchemikertag 2018

Drei Auszeichnungen für Lebensmittelchemiker vergeben

Anlässlich des 47. Deutschen Lebensmittelchemikertags in Berlin hat die Lebensmittelchemische Gesellschaft (LChG) Chemikerinnen und Chemiker für ihre besonderen wissenschaftlichen Leistungen ausgezeichnet.

Im Rahmen einer Festsitzung ging die Adolf-Juckenack-Medaille an Dr. Jörg Häseler, Berlin. Den Werner-Baltes-Preis des Jungen Wissenschaftlers erhielt Dr. Daniel Wefers, Karlsruhe. Gleich mit zwei Auszeichnungen wurde Dr. Claudia Oellig, Hohenheim geehrt: Neben dem Bruno-Roßmann-Preis erhielt sie ein Joseph-Schormüller-Stipendium. Darüber hinaus zeichnete die GDCh Dr. Stefan Spreng, Orbe /CH, mit dem Gerhard-Billek-Preis aus. 

Mit der Adolf-Juckenack-Medaille zeichnet die Lebensmittelchemische Gesellschaft Persönlichkeiten aus, die durch jahrelangen, persönlichen Einsatz in wichtigen Positionen die Arbeit der Lebensmittelchemischen Gesellschaft mitgetragen oder die durch ihre Tätigkeit den Berufsstand der Lebensmittelchemiker gefördert haben. In diesem Jahr erhielt Dr. Jörg Häseler, Berlin, die Auszeichnung stellvertretend für alle Personen, die an der Gründung der AG Junge LebensmittelchemikerInnen (AG JLC) beteiligten waren. Als Gründungsobmann hat Häseler im Jahr 1997 die Einrichtung der AG JLC mitinitiiert und deren Arbeit mit großem Engagement maßgeblich inhaltlich und strukturell gestaltet. Die AG JLC hat sich in den 21 Jahren ihres Bestehens zu einer überaus engagierten, dynamischen und aktiven Arbeitsgruppe innerhalb der Lebensmittelchemischen Gesellschaft entwickelt und trägt in besonderem Maße zu ihrer Sichtbarkeit und Weiterentwicklung bei.

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Mit dem Werner-Baltes-Preis des Jungen Wissenschaftlers wurde Dr. Daniel Wefers, Karlsruher Institut für Technologie, ausgezeichnet. Mit dem Preis würdigt die LChG besondere wissenschaftliche Leistungen junger Fachkollegen. In diesem Jahr erhielt der 31-jährige die mit 2 000 Euro dotierte Auszeichnung für seine grundlegenden Arbeiten auf dem Gebiet der Chemie und Funktionalität von Hydrokolloiden, insbesondere von Polysacchariden aus Algen sowie mikrobieller Exopolysaccharide. Aus seiner Forschung lässt sich eine vielversprechende Strategie zur Entwicklung funktioneller Lebensmittel ableiten.

Mit dem Bruno-Roßmann-Preis zeichnet die Lebensmittelchemische Gesellschaft herausragende wissenschaftliche Arbeiten aus, die schnelle Methoden zum Nachweis gesundheitsschädlicher Stoffe in Lebensmitteln, Methoden zur Untersuchung von Lebensmitteln mit einfachen Mitteln sowie die Verbesserung der Ernährung, Reduzierung von Schadstoffen und bessere physiologische Ausnutzung thematisieren. In diesem Jahr wurde der Preis an Dr. Claudia Oellig, Universität Hohenheim, für ihre Arbeiten zum Thema „Screening-Methoden zur Bestimmung von Mutterkorn und Mutterkornalkaloiden in Roggen” vergeben. Mit ihrer praxisorientierten Forschung trägt sie zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit bei. Oellig erhält darüber hinaus ein Stipendium für einen Auslandsaufenthalt aus der Josef-Schormüller-Gedächtnisstiftung.

Den Gerhard-Billek-Preis für die beste Dissertation im Fach Lebensmittelchemie erhielt Dr. Stefan Spreng, Nestlé Product Technology Center, Orbe/CH. Dieser Preis wird von der GDCh für wissenschaftliche Originalität und interdisziplinäre Herangehensweise ausgeschrieben. In seiner Arbeit thematisierte er die komplexen Abläufe bei der Bildung von Antioxidantien beim Bierbrauen und der Bitterstoffchemie des Bieres. Im Rahmen seiner Forschung gelang es ihm in Zusammenarbeit mit Getränketechnologen, Schlüsselschritte im technologischen Prozess zur Optimierung der oxidativen Stabilität von Bieren zu identifizieren.

Weitere Informationen unter: www.gdch.de/lchtag2018 

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