Umfrageergebnisse

Analysen-, Bio- und Labortechnik-Branche ­erwartet starkes Wachstum

Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrieverbandes Spectaris unter den Unternehmen der Analysen-, Bio- und Labortechnik zeichnen ein optimistisches Bild für die Branchenentwicklung im laufenden Jahr.

Mehr als ein Drittel der Firmen erlebten im Coronajahr 2020 deutliche Einbußen, dennoch ist der Ausblick der Branche für 2021 positiv.
Die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrieverbandes Spectaris unter den Unternehmen der Analysen-, Bio- und Labortechnik zeichnen ein optimistisches Bild für die Branchenentwicklung im laufenden Jahr. Demnach rechnen die Firmen für 2021 mit einem Umsatzplus von rund acht Prozent, das bei einer Exportquote von 56 Prozent nahezu gleichermaßen vom Inlandsumsatz (+ 7 %) und Auslandsgeschäft (+ 8 %) getragen wird. Nach Angaben des Verbands könnten die etwa 330 Hersteller in Deutschland damit die Zehn-Milliarden-Umsatzschwelle überschreiten und einen Wert von 10,42 Milliarden Euro erwirtschaften. Auch hinsichtlich der Beschäftigungsentwicklung stehen die Zeichen wieder auf Wachstum, und es wird ein Anstieg um rund zwei Prozent auf 49 500 Mitarbeiter erwartet.

Die Unternehmen seien zuversichtlich und schauten weiter nach vorne, so Mathis Kuchejda, Vorsitzender der Analysen-, Bio- und Labortechnik bei Spectaris. Unabhängig von der Corona-Pandemie begünstigten weiterhin viele Megatrends das Wachstum der Branche. Doch damit die Erwartungen der Betriebe erfüllt werden könnten, müsse insbesondere der Exportmotor auch in dieser schwierigen Zeit weiterlaufen. Kuchejda hofft auch auf positive Impulse der am 9. Juni stattfindenden Veranstaltung „Lab.Vision virtual“, dem großen Branchentreff des Verbandes. „Nach den Monaten des Lockdowns freuen wir uns über eine Gelegenheit zum intensiven Austausch mit Geschäftspartnern, Kunden und der Wissenschaft. Die Lab.Vision virtual zieht dafür alle technischen Register, es wird spannend“, verspricht Kuchejda.

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Ergebnisse der Branche in 2020
Obwohl gerade die Laborbranche bei der medizinischen Bewältigung der Coronakrise stark gefordert war und ist, verzeichneten mehr als ein Drittel der Firmen im vergangenen Jahr deutliche Einbußen. Die Umsatzentwicklung 2020 lag dennoch mit einem durchschnittlichen leichten Plus von 1,9 Prozent und einem Wert von 9,67 Milliarden Euro zwar unter der Vor-Corona-Prognose (+ 5 %), aber deutlich über den letzten Erwartungen der Spectaris-Herbstumfrage. Mit 4,31 Milliarden Euro konnte der Inlandsumsatz im Vergleich zu 2019 nur leicht zulegen (+ 0,6 %), während sich das Auslandsgeschäft mit 5,36 Milliarden Euro und einem Zuwachs von 2,8 Prozent deutlich besser darstellte. Die Beschäftigtenzahl lag hingegen um ein halbes Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Stärker nachgefragt wurden in diesem von Corona dominierten Jahr vor allem Verbrauchsgüter sowie Geräte zur Virusdiagnostik, Testkits, Sterilisatoren oder Technik und Laborausstattung für die Zellanalytik und Pharmaforschung. Schwächer war dagegen die Nachfrage insbesondere nach Investitionsgütern für die Chemische Industrie inklusive der Öl-, Gasbranche und Petrochemie sowie aus dem Automotivebereich. Kuchejda abschließend: „Unabhängig von den wirtschaftlichen Auswirkungen werden uns die mittelbaren Effekte der Corona-Pandemie noch lange beschäftigen. Als Hauptaufgabe sehen die Betriebe der Analysen-, Bio- und Labortechnik die Beschleunigung der Prozessdigitalisierung von Unternehmensabläufen. Darüber hinaus werden neue Arbeitsmodelle und die digitale Kollaboration auch in unserer Branche zunehmen.“

Quelle: SPECTARIS

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