Jahresbilanz und Ausblick auf 2017
BASF: 4. Quartal deutlich über Vorjahr
Im Jahr 2016 hat die BASF ihre Wachstums- und Ertragsziele erreicht. Die Ertragskraft konnte weiter verbessert worden. Für 2017 erwartet das Unternehmen ein deutliches Umsatzwachstum und ein leicht höheres EBIT.
„Im Laufe des Jahres ist es uns gelungen, das Wachstum der BASF zu steigern“, sagte Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF SE, bei der Bilanzpressekonferenz in Ludwigshafen. „Wir haben die Verkaufsmengen von Quartal zu Quartal erhöht. Insbesondere in Asien haben wir den Absatz im Chemiegeschäft kontinuierlich gesteigert. Damit zahlen sich die hohen Investitionen der vergangenen Jahre in Forschung und Entwicklung sowie in neue Produktionskapazitäten aus.“
Im 4. Quartal lag der Umsatz bei 14,8 Mrd. € und damit 7 % über dem Wert des Vorjahresquartals, vor allem aufgrund höherer Mengen. Die Verkaufsmengen der BASF-Gruppe sowie im Chemiegeschäft, das die Segmente Chemicals, Performance Products und Functional Materials & Solutions umfasst, sind im Schlussquartal um 6 % gewachsen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) vor Sondereinflüssen ist um 157 Mio. € auf 1,2 Mrd. € gestiegen. Deutlich höhere Ergebnisse bei Chemicals, Functional Materials & Solutions sowie Oil & Gas konnten niedrigere Ergebnisse bei Agricultural Solutions und Sonstige mehr als kompensieren.
Im Gesamtjahr 2016 nahm der Umsatz der BASF-Gruppe um 18 % auf 57,6 Mrd. € ab. Maßgeblich hierfür war vor allem die Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts im Rahmen des Ende September 2015 erfolgten Tauschs von Vermögenswerten mit Gazprom. Dieses Geschäft hatte 2015 mit 10,1 Mrd. € zum Umsatz beigetragen. Insgesamt minderten Portfolioveränderungen den Umsatz um 15 %. Zudem führten niedrigere Rohstoffpreise zu rückläufigen Verkaufspreisen (–4 %). Im Jahresverlauf konnte der Absatz jedoch kontinuierlich gesteigert werden. Im Vergleich zum Vorjahr stiegen die Mengen 2016 um 2 %, im Chemiegeschäft um 4 %. Währungseffekte wirkten sich leicht umsatzmindernd aus (–1 %).
Das EBIT vor Sondereinflüssen lag mit 6,3 Mrd. € um 430 Mio. € unter dem Wert des Vorjahres. Hierfür war der Rückgang um rund 850 Mio. € im Segment Oil & Gas ausschlaggebend, der im Wesentlichen aus gefallenen Preisen sowie der Devestition des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts resultierte. Die an Gazprom abgegebenen Aktivitäten hatten 2015 mit rund 260 Mio. € zum EBIT vor Sondereinflüssen beigetragen.
Im Segment Agricultural Solutions lag das EBIT vor Sondereinflüssen auf dem Niveau des Vorjahres. Im Chemiegeschäft erzielte BASF aufgrund der stark verbesserten Beiträge von Performance Products sowie Functional Materials & Solutions eine deutliche Ergebnissteigerung.
Ausblick für das Jahr 2017
Für dieses Jahr erwartet die BASF weiteres Wachstum, wozu alle Segmente beitragen sollen. „Unser Ergebnis soll wieder ansteigen, auch im Öl-und-Gas-Geschäft. Die Weltwirtschaft wird 2017 voraussichtlich etwa so schnell wachsen wie im Jahr 2016. Angesichts erheblicher politischer Unsicherheiten wird die Volatilität weiter hoch bleiben“, so Bock. „Das EBIT vor Sondereinflüssen wollen wir im Vergleich zu 2016 leicht steigern. Wir erwarten deutlich höhere Beiträge im Segment Oil & Gas. In den Segmenten Performance Products, Functional Materials & Solutions sowie Agricultural Solutions gehen wir von einem leicht höheren EBIT vor Sondereinflüssen aus und bei Chemicals von einem Beitrag auf dem Niveau des Vorjahres.“









