Biopharmazeutika-Entwicklung

Merck und Samsung BioLogics wollen ihre strategische Allianz erweitern

Merck hat die Unterzeichnung einer Absichtserklärung mit Samsung BioLogics bekannt gegeben. Gegenstand ist eine strategische Allianz für die Herstellung von Biopharmazeutika und die Prozessentwicklung für Biologika.

Dr. Tae-Han Kim, President und CEO von Samsung BioLogics (links) und Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Life Science, bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung. (Bild: Merck)

Ziel der Allianz ist es, die Prozessentwicklung und Herstellung klinischer Materialien
bei kleinen Biotech-Start-ups mit Fokus auf die Entwicklung neuartiger Arzneimittel
– für die Samsung BioLogics als Lohnhersteller agiert – zu beschleunigen. Im
Rahmen der Vereinbarung wird Merck Samsung BioLogics neben seinen Mobius®-
Einwegsystemen die Prozessentwicklung und technische Schulungen bereitstellen.
Die Allianz ist die Erweiterung einer 2014 unterzeichneten Absichtserklärung über
eine langfristige Liefervereinbarung, gemäß derer Merck Ausgangsmaterialien für
die biotechnologische Herstellung bereitstellen würde.

In den M-Lab™-Kooperationszentren von Merck arbeiten Wissenschaftler und
Ingenieure des Unternehmens Hand in Hand mit Kunden in einer kooperativen
Innovationsumgebung an der Lösung ihrer größten Herausforderungen bei der
Biopharmazeutikaherstellung und tragen zur beschleunigten Entwicklung neuer
Therapien bei. Merck verfügt weltweit über neun M-Lab™-Kooperationszentren,
darunter je eines in den USA und Korea.

Merck ist nach eigenen Angaben ein führender Anbieter von Lösungen für die Prozessentwicklung und Herstellung von Prüfpräparaten für klinische Studien sowie Materialien und Dienstleistungen zur Herstellung von biopharmazeutischen Arzneimitteln. Das Unternehmen hat den Anspruch, Herstellern führende Bioreaktor-Technologie zur Verfügung zu stellen. In Nordamerika, Europa und Asien arbeiten bereits einige Hersteller mit Merck auf diesem Gebiet zusammen.

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Vorteile der Einweg-Lösungen
Im wachsenden Markt für Biopharmazeutika setzen Hersteller immer mehr auf End-to-End-Lösungen – von der Prozessentwicklung über den Scale-up bis hin zur Herstellung für den präklinischen, klinischen und kommerziellen Bereich – da sie Kosten senken, aber gleichzeitig Qualität und Effizienz erhöhen wollen. Gleichzeitig bieten Einwegausrüstung und -systeme zahlreiche Vorteile gegenüber konventionellen Systemen aus Edelstahl und gewinnen dadurch zunehmend an Popularität. So können Einwegsysteme die Erfolgsraten bei der Herstellung von Chargen steigern, das Risiko von Kreuzkontaminationen mindern, Wasserbedarf und Abwasservolumen verringern sowie die Projektdauer und -kosten reduzieren.

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