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Die fossile Flora Spitzbergens: Neue Sonderausstellung im Goldfuß-Museum

Die fossile Flora SpitzbergensNeue Sonderausstellung im Goldfuß-Museum

Über die „Fossile Flora Spitzbergens“, kuratiert von zwei Studentinnen der Geowissenschaften, eröffnet sich dem Besucher der neuen Sonderausstellung im Goldfuß-Museum der Universität Bonn bis zum 31. März 2016 ein Einblick in die Entstehungsgeschichte der Pflanzen und Tiere Spitzbergens.

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Blick ins Longyearbyen-Tal auf Spitzbergen Für die Forscher auffallend hier die schwarzen Tonsteine der Post-PETM Gilsonryggen Formation. (© Dr. Torsten Wappler / Universität Bonn)

Die Studentinnen Yanica Vitt und Eva Susanne Stinnesbeck, beide Studentinnen der Geowissenschaften an der Universität Bonn, haben diese Ausstellung entwickelt. Dazu konnten sie einerseits auf die Wissenschaftliche Sammlung des Steinmann-Instituts der Universität Bonn und zum anderen auf Funde zurückgreifen, die Dr. Torsten Wappler im letzten Jahr von einer Exkursion nach Spitzbergen mit nach Bonn brachte.

Spitzbergen ist eine zu Norwegen gehörende Inselgruppe östlich von Grönland; ihre geologische Geschichte ist geprägt von einer Jahrmillionen alten Wanderungsgeschichte, in der Spitzbergen einen Drift stets nach Norden vollzogen hat, angefangen vor 600 Millionen Jahren in der Nähe des Südpols. Dabei haben sich Fauna und Flora in der letzten Eiszeit vor etwa 3 Millionen Jahren deutlich verändert. Karten und Exponate verdeutlichen dies in der Ausstellung.

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Der paläontolgische Teil der Ausstellung zeigt, welche Bedeutung Fossilien bis heute bei der Erforschung eines längst vergangenen Zeitabschnitts der Erdgeschichte haben. Sie geben Rückschlüsse auf damalige Lebensbedingungen und Einblicke in die Entwicklung der Tiere und Pflanzen. Sie lassen uns Veränderungen beispielsweise im Klima erkennen und besser verstehen. Die Fossilien aus dem Tertiär, also aus einer Zeit vor etwa 65 Millionen Jahren geben dazu einen Einblick in die Flora dieser Zeit.

Besonders prägnante Exponate, auf denen vergleichsweise gut zu erkennende Pflanzen von den Besuchern identifiziert werden können sowie die von den Kuratorinnen erstellte Texte eröffnen auch dem geowissenschaftlich nicht vorgebildeten Laien einen Einblick in die erdgeschichtliche Entwicklung Spitzbergens. Vor allem ist die starke Bewegung vom Südpol bis zur heutigen Lage gut zu verfolgen. So wurden Belege für Landbrücken unter anderem nach Grönland und Kanada gefunden, die einen Austausch der Fauna und Flora ermöglicht haben.

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