Kompetenzzentrum in Guangzhou

Merck will Innovation Hub in Südchina errichten

Merck will in Südchina ein neues Kompetenzzentrum für Innovationen, ein sogenanntes Innovation Hub, errichten. 

Inzwischen Realität: Guangzhou International Biotech Island (GIBI), China. Hier ein Modell aus dem Jahr 2011. © Wikimedia, CCO, Brücke-Osteuropa

Das Innovation Hub wird neue Geschäftsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials als auch geschäftsübergreifend verfolgen. Dazu hat das Unternehmen eine Vereinbarung mit dem Entwicklungsbezirk Guangzhou, einer Sonderwirtschaftszone im Süden Chinas, bezüglich der Entwicklung von Innovationen in dieser Region unterzeichnet. 

„China ist ein bedeutender Hotspot für Innovationen und einer unserer wichtigsten Wachstumsmärkte. Wir bauen hier nun eine starke Plattform für Merck und unsere Geschäftspartner auf, um Innovationen im südlichen China voranzutreiben. Gleichzeitig stärken wir damit unsere Präsenz in diesem pulsierenden Innovationsökosystem“, sagte Kai Beckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO Performance Materials, heute im Rahmen der feierlichen Vertragsunterzeichnung in Guangzhou. Während der Unterzeichnung des Vertrages war auch Peter Feldmann, Oberbürgermeister von Frankfurt, der Partnerstadt Guangzhous, zugegen.

„Wir freuen uns sehr, dass Merck den Entwicklungsbezirk Guangzhou als Partner gewählt hat“, sagte Hong Qian, stellvertretender Leiter der Stadtbezirksverwaltung von Huangpu. „Angesichts des umfangreichen Angebots an Einrichtungen und des etablierten Innovationsökosystems der Provinz Guangdong sollte dem Erfolg des Innovationszentrums von Merck nichts im Wege stehen.“

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Ansiedlung im im Guangzhou International Biotech Island

Um Nutzen aus dem bestehenden Innovationsökosystem aus zahlreichen Technologieunternehmen, Start-ups, Universitäten, Forschungsinstituten und zugehörigen Einrichtungen der Provinz Guangdong zu ziehen, wird das Merck Guangdong Innovation Hub im Guangzhou International Biotech Island (GIBI) angesiedelt sein. Dieser Biotechnologiepark gehört zum Entwicklungsbezirk Guangzhou und liegt im Stadtbezirk Huangpu von Guangzhou. Das 700 m2 umfassende Zentrum wird einen Präsentationsraum beherbergen, im dem die neuesten Technologien, Innovationsprojekte und zukünftige Forschungsthemen aus den drei Unternehmensbereichen von Merck – Healthcare, Life Science und Performance Materials – vorgestellt werden.

Entwicklung innovativer Denkweisen fördern

Unter einem Dach sollen die hochmodernen Technologien und die tiefgreifende Expertise von Merck und seinen Partnern wie Start-ups, akademische Einrichtungen, Geschäftspartner und lokale Behörden miteinander kombiniert werden. Gemeinsam sollen hier innovative Technologien entwickelt und der Ausbau des Geschäfts in den strategischen Märkten der Greater Bay Area Chinas vorangetrieben werden. Diese Region umfasst Hongkong, Macau und die Provinz Guangdong. Die Zusammenarbeit soll gleichzeitig die Entwicklung innovativer Denkweisen bei den Mitarbeitern von Merck fördern. Das Innovation Hub wird neue Geschäftsmöglichkeiten sowohl innerhalb der Unternehmensbereiche Healthcare, Life Science und Performance Materials als auch geschäftsübergreifend verfolgen. Ziel ist es, neue Technologien und Lösungen in China und weltweit auf den Markt zu bringen.

Merck hat kontinuierlich in die Entwicklung von Innovationen in China investiert. Im Rahmen des Merck Accelerator werden z. B. Programme in Darmstadt und jetzt auch in China durchgeführt. Ausgewählten Start-ups wird die Chance geboten, zuerst im Innovation Hub in China an ihrem Projekt zu arbeiten und es dann im Innovation Center der Konzernzentrale von Merck in Darmstadt weiterzuentwickeln und den europäischen Markt zu ergründen.

China Accelerator Program zur Identifizierung von Start-ups

Merck will vor allem vielversprechende Start-ups in der Phase der Anschub- bis Series-A-Finanzierung identifizieren und fördern, die in den Bereichen Healthcare, Life Science, Performance Materials, Biotechnologie und anderen aufkommenden Technologiegebieten tätig sind. Das dreimonatige China Accelerator Program startet 2019 und wird in jeder Runde fünf bis acht Start-ups aufnehmen. Die Bewerbungsphase läuft bereits und endet am 25. Januar 2019.

Das starke Engagement von Merck für China zeigt sich nicht nur in dieser Bekanntgabe. Weitere Beispiele sind die Kooperationsvereinbarung mit Alibaba Health und die Eröffnung eines neuen Technologiezentrums für OLED-Kunden in Schanghai im Juni dieses Jahres sowie die Einrichtung eines Innovation Hubs ebenfalls in Schanghai im Februar. Darüber hinaus soll 2019 ein neues Life Science Center in der Nähe des neuen Pharma-Produktionsbetriebs von Merck am Standort Nantong in China eröffnet werden. Die Investitionen von Merck in diese beiden Betriebe in China belaufen sich auf insgesamt 250 Millionen €.

Merck beschäftigt in seinen drei Unternehmensbereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials in China insgesamt über 3 500 Mitarbeiter.

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