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Malen mit Bakterien - Erich Schopfs Bilder werden im BINDER Schrank ausgebrütet

Wenn von Bakterien die Rede ist, denken die meisten Menschen spontan an Ansteckungsgefahr und Desinfektionsmittel. Erich Schopf denkt an Farben. Der Österreicher malt mit Bakterien. Im Brotberuf ist Erich Schopf Bakteriologe an der Universität Wien. Die Tatsache, dass sich Bakterien mit Pigmenten gegen UV-Strahlen schützen, brachte ihn auf die Idee, sie als Farben zum Malen zu nutzen. Sein Rohmaterial gewinnt er aus Boden, Wasser und Luft, vor allem in Wien, aber auch auf Reisen bis nach Neuseeland, Grönland oder Island. In ihrer Nährlösung sind die gewonnenen Bakterien zunächst farblos. Erst durch die Vermehrung im Brutschrank werden die Farben sichtbar. Die schönsten nimmt Erich Schopf in seine "Palette" auf und gibt ihnen je nach Effekt Künstlernamen, meist in Anlehnung an den Fundort. So ist Snorri-Orange zum Beispiel nach dem altisländischen Dichter und Historiker Snorri Sturluson benannt. Gefunden hat Schopf dieses Bakterium in West-Island, im von Archäologen freigelegten Haus von Sturluson. Für seine Kunstwerke trägt der "Picasso der Einzeller" (P.M. Magazin) Bakterien in Nährlösung auf die "Leinwand" auf. Da nicht alle Bakterien miteinander harmonieren, muss der Künstler nicht nur mit der farblosen Lösung quasi "blind" malen, sondern auch noch "Regie führen". Nur in seinem Kopf hat das Bild aus lebender Materie bereits Farbe und Gestalt. In der Realität bekommt es diese erst in einem BINDER Kühlbrutschrank der Serie KB, den Schopf je nach Werk und gewünschtem Effekt auf Temperaturen zwischen exakt 23,5 und 25,3 °C einstellt. Der KB ist das Allroundtalent unter den Simulationsschränken von BINDER und besticht durch seine gute Temperaturhomogänität. Er bietet eine enorme Spanne von -10 bis 100 °C und überzeugt vor allem durch seine Zuverlässigkeit. "Es kommt auf die ganz exakte Einhaltung der Temperaturen an", so Schopf. "Schon minimale Schwankungen wären für meine Kunst tödlich. Deshalb ist es enorm wichtig, dass ich mich auf meinen BINDER hundertprozentig verlassen kann, er hat mich noch nie im Stich gelassen." Der Brutschrank begünstigt das optimale Zellwachstum. Nach ca. zwei Tagen gewinnt das Kunstwerk durch die Vermillionenfachung der ursprünglich aufgemalten Biomasse Farbe. Nach Beendigung dieses Entwicklungsprozesses wird die Bacteriographie konserviert. Lediglich die Farbpigmente bleiben auf der Leinwand zurück. Die meisten Bacteriographien befinden sich in Privatbesitz. Im Naturhistorischen Museum in Wien sollen jedoch in Kürze fünf Werke auf Dauer ausgestellt werden.

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