Einlizenzierung

Merck stärkt Onkologie-Pipeline

Das Darmstädter Unternehmen Merck hat eine Lizenzvereinbarung mit Vertex Pharmaceuticals, USA, abgeschlossen. Dabei geht es um die Entwicklung und Vermarktung von vier vielversprechenden Forschungs- und Entwicklungsprogrammen mit neuartigen Ansätzen für die Krebstherapie.

„Mit diesem strategischen Portfoliokauf stärken wir unsere Onkologie-Pipeline in zwei attraktiven Gebieten, in denen wir bereits erhebliche Kompetenz haben, DNA-Schäden und Reparatur sowie Immunonkologie. Diese Gebiete bieten vielversprechende therapeutische Synergien“, erläuterte Belen Garijo, Leiterin des Unternehmensbereichs Healthcare und Mitglied der Geschäftsleitung von Merck.

Als Teil der Vereinbarung erwirbt Merck zwei klinische Programme zum Therapieansatz im Bereich DNA-Schäden und -Reparatur sowie zwei weitere neuartige präklinische Forschungsprogramme. Vertex erhält dafür 230 Mio. US-Dollar Vorauszahlung sowie Lizenzgebühren auf zukünftige Produktumsätze.

Merck übernimmt die volle Verantwortung für die Entwicklung und Vermarktung aller Programme. „Das F&E-Team von Vertex hat im Bereich Onkologie ein Portfolio an Substanzen hervorgebracht, die als potenziell erste Vertreter ihrer Art die Behandlung von vielen verschiedenen Krebsarten verbessern könnten“, sagte Dr. Jeffrey Leiden, Präsident und CEO von Vertex.

Die zwei klinischen Programme verfolgen den tumortherapeutischen Ansatz der Hemmung von DNA-Reparaturmechanismen, die für das Überleben und die Proliferation von bestimmten Krebszellen existenziell sind: Ein Programm zur Proteinkinase ATR (Ataxia Teleangiektasia and Rad3 related) mit den Prüfsubstanzen VX-970 und VX-803. Ein weiteres Programm mit einem DNA-abhängigen Proteinkinase-Inhibitor einschließlich des klinischen Kandidaten VX-984. Eine Phase-1-Studie untersucht derzeit aufsteigende Dosierungen von VX-984 als Monotherapie oder in Kombination mit pegyliertem liposomalem Doxorubicin bei Studienteilnehmern mit fortgeschrittenen soliden Tumoren.

Anzeige

Zu den präklinischen Programmen gehören ein neuartiger immunonkologischer Ansatz sowie ein innovatives Zielmolekül in einem zuvor noch nie untersuchten Signalweg. Für beide Programme haben die Forscher von Vertex einige vielversprechende Substanzen generiert, einschließlich Kombinationspotential mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren für das Immunonkologie-Programm. Merck wird diese Programme weiter charakterisieren, um spezifische Arzneimittelkandidaten zu identifizieren, mit denen die klinischen Phasen durchlaufen werden sollen.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Integriertes Datenmanagement

Ihre im Labor erzeugten Daten können Sie sicher und strukturiert in einem System sammeln. NEC und labfolder bieten ein Mittel für die effiziente Verwaltung großer wissenschaftlicher Datensätze an.

mehr...

Mechanobiologie

Nano-Sensor misst Faserspannung

Mit Hilfe von Simulationen gelang es einem Forscherteam unter Leitung von ETH-Professorin Viola Vogel ein fadenförmiges Peptid zu entwickeln, das den Spannungszustand von Gewebefasern erkennen kann. Das ebnet nun den Weg für komplett neue...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Highlight der Woche

Integriertes Datenmanagement
Die Herausforderung bei der Digitalisierung des Laboralltags besteht im Wechsel von Papierlaborbüchern und Computerdateien zu einer Datenmanagementsoftware, die große Datensätze strukturiert innerhalb eines einzigen Systems sammelt.

Zum Highlight der Woche...

Onkologie

Mit Zuckermolekülen Tumore aufspüren

Wissenschaftler der Universität Würzburg haben eine komplexe Zuckerstruktur synthetisiert, die spezifisch an das Tumorprotein Galectin-1 andockt. Das könnte einmal dabei helfen, Tumore frühzeitig zu erkennen und zielgenau zu bekämpfen.  

mehr...