Weiterentwicklung des Produktionsnetzwerks

Merck: Mehr Effizienz im Life-Science-Geschäft in Westeuropa

Das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck will sein Life-Science-Geschäft operativ stärker und effizienter aufstellen. Dazu will es das derzeitige Produktionsnetzwerk in Westeuropa weiterentwickeln. In diesem Zusammenhang investiert das Unternehmen 90 Mio. € in vier Standorte in Deutschland, der Schweiz und Frankreich. Seit 2010 hat das Life-Science-Geschäft von Merck 18 Produktionsstandorte konsolidiert, um Abläufe weiter zu vereinfachen und sogenannte Kompetenzzentren aufzubauen.

Innenansicht Merck (Bild: Merck)

Folgende Veränderungen sind vorgesehen:

  • Die manuelle Abfüllung und Distribution von nicht-regulierten Laborchemikalien und Reagenzien an den Standorten in Darmstadt (Hessen), Steinheim (Baden-Württemberg), Hohenbrunn (Bayern) und Buchs (Schweiz) wird in einem zentralen Kompetenzzentrum in Schnelldorf (Bayern) gebündelt.
  • Merck investiert rund 90 Mio. €, um unter anderem die manuelle Abfüllung in Schnelldorf auf- und die Kapazitäten am Standort auszubauen. Zudem werden die Standorte in Darmstadt, Buchs und Molsheim (Frankreich) weiterentwickelt. Der bestehende Standort in Hamburg wird seinen Betrieb unverändert fortführen.
  • Der Betrieb an den Standorten Steinheim, Eppelheim (Baden-Württemberg), Hohenbrunn und Berlin wird verlagert und im Laufe der Jahre 2019 bis 2022 schrittweise eingestellt.
  • In der Summe werden an den genannten Standorten bis 2022 insgesamt rund 200 Arbeitsplätze wegfallen.
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„Mit einer zentralisierten Abfüllung und Distribution kleinerer Produktmengen werden wir noch schneller auf Kundenanfragen eingehen können. Damit folgen wir einem Erfolgsmodell unserer Akquisition Sigma-Aldrich, das in Nordamerika bereits mit positiven Resultaten überzeugt hat“, sagte Udit Batra, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck und CEO des Unternehmensbereichs Life Science. „Wir nehmen unsere Verantwortung gegenüber Kunden und Belegschaft sehr ernst. Wie immer werden wir eng und vertrauensvoll mit den zuständigen Arbeitnehmervertretern  zusammenarbeiten, um gemeinsam faire und tragfähige Lösungen für die Mitarbeiter zu vereinbaren, die von den Verlagerungen betroffen sind“, so Batra.

Das Life-Science-Geschäft von Merck verfügt seit der Übernahme von Sigma-Aldrich im Jahr 2015 über insgesamt 65 Produktionsstandorte und 130 Distributionszentren weltweit und beschäftigt über 19.000 Mitarbeiter in 66 Ländern. Das Unternehmen überprüft sein globales Standortnetzwerk kontinuierlich und etabliert Kompetenzzentren über alle Bereiche hinweg. Ziel ist es, die jeweils richtigen Kapazitäten sicherzustellen, um Kundenanforderungen zu erfüllen, die Effizienz zu steigern, branchenweit führende Produktions- und Distributionsstrukturen zu entwickeln sowie  Überschneidungen zu reduzieren und auch geografisch näher an die Kunden heran zu rücken. Damit stellt das Unternehmen seinen Kunden das bestmögliche technische Expertenwissen zur Verfügung.

„Die kontinuierliche Weiterentwicklung unseres Standortnetzwerks ermöglicht es uns, unsere Kunden noch besser zu bedienen. Wir können unsere Investitionen darauf konzentrieren, die Kapazitäten und Kompetenzen im Rahmen unserer Produktions- und Distributionsstrukturen so effektiv und effizient wie möglich auszugestalten“, sagte Christos Ross, Leiter Integrated Supply Chain Operations, Life Science. „Zuletzt haben wir unsere Strukturen an Standorten in den USA, unter anderem in St. Louis und Massachusetts, sowie beispielsweise in China, Irland und Japan kontinuierlich verbessert. Genauso wie bei den zurückliegenden Veränderungen werden wir auch diesmal an allen betroffenen Standorten einen reibungslosen Übergang ohne Beeinträchtigungen für unsere Kunden sicherstellen.“

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