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Nanotechnik im Porzellanladen - und der Elefant kann ruhig kommen

Nanotechnik im Porzellanladen - und der Elefant kann ruhig kommen

Um die Innovationskraft der hessischen Wirtschaft zu stärken und die Marktchancen von neuen Produkten "made in Hessen" zu erhöhen, setzt sich das Hessische Wirtschaftsministerium für interdisziplinäre Entwicklungsprozesse ein. Auf Einladung von Hessen-Nanotech, einer Aktionslinie des Hessischen Wirtschaftsministeriums, trafen sich am 24. Juni rund 200 hessische Vertreter der technischen Industrie und professionelle Kreative in der Hochschule für Gestaltung in Offenbach. Auf der Veranstaltung "Vom Material zum marktfähigen Produkt" diskutierten sie erfolgreiche Produktentwicklungen und Materialinnovationen aus Hessen. Dazu zählen beispielsweise ein keramischer Wandbelag, der mit einer wasserabweisenden Nanostrukturierung in Konkurrenz tritt zu keramischen Fliesen, Pflastersteine, die die Umgebungsluft von schädlichen Partikeln und Gerüchen befreien, oder Geschirr aus Hochfestbeton.

"Technologische Lösungen werden an der Mensch-Maschinen-Schnittstelle zu Produkten. Erst gelungene Handhabbarmachung und ansprechendes Design führen zum Markterfolg. Umgekehrt erlauben technologische Entwicklungen den Designern überhaupt erst die Realisierung ihrer kreativen Ideen", so Axel Henkel vom Hessischen Wirtschaftsministerium. Bereits mehr als 1000 Produkte des Alltags, die auf Nanotechnologien zurückgehen, sind am Markt verfügbar, jede zweite europäische Nanotechnologie-Firma hat ihren Sitz in Deutschland, 16 Prozent davon - rund 150 Unternehmen - in Hessen. Dokumentiert sind all diese Erfolgsbeispiele interdisziplinärer Entwicklungen mit Tipps für einen raschen Transfer von Forschungsergebnissen in den Markt in der neuen Broschüre "Material formt Produkt", die in der Schriftenreihe Hessen-Nanotech bei der HA Hessen Agentur GmbH erscheint. Das rund 90 Seiten starke Werk ist als PDF-Download oder Druckexemplar erhältlich über www.hessen-nanotech.de/veroeffentlichungen.

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"Laut einer Studie der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften basieren rund 70 Prozent aller neuen Produkte auf neuen Materialien. Damit nehmen Werkstoffentwicklungen eine Schlüsselfunktion für die Innovationsfähigkeit unserer Wirtschaft ein. Neuen Materialien und speziell den Nanotechnologien wird in den nächsten Jahren ein enormes Wachstumspotenzial bescheinigt, von dem alle Branchen profitieren werden", sagte Materialexperte Dr. Sascha Peters auf der Veranstaltung. Was Innovationsprozessen häufig fehlt, ist nicht die technologische Neuerung, sondern ihr erfolgreicher und vor allem schneller Transfer in ein marktfähiges Produkt. Um den Weg aus dem Labor zum Endkunden zu meistern, sind kreative Köpfe als Mittler gefragt. "Designer müssen in den Entwicklungsprozess involviert werden, um aus den möglichen Materialien eine Produkt-Idee zu kreieren und Kundenwünsche aufzuspüren. Ziel unserer Veranstaltung und der Broschüre ist es, hessischen Unternehmen Wege zu zeigen, schneller mit verkaufsfähigen Produkten auf den Markt zu kommen", so Alexander Bracht, Leiter der Aktionslinie Hessen-Nanotech.

Auf die Auftaktkonferenz der Veranstaltungsreihe ¿Material formt Produkt", die die Aktionslinie Hessen-Nanotech gemeinsam mit Dr. Sascha Peters, Geschäftsführer von haute innovation, einer Beratungsgesellschaft für materialbasierte Produktentwicklungen, der Messe Material Vision und der Institution Hessen Design sowie mit Unterstützung des Verbandes Deutscher Industrie Designer veranstaltet, folgen bis Mai 2011 fünf weitere Veranstaltungen. Weitere Infos unter www.hessen-nanotech.de/material-formt-produkt.

Informationen zur Nanotechnologie und Fördermöglichkeiten über: Aktionslinie Hessen-Nanotech, c/o HA Hessen Agentur GmbH, Abraham-Lincoln-Str. 38-42, 65189 Wiesbaden, Tel. 0611/774-8614, alexander.bracht@hessen-agentur.de, www.hessen-nanotech.de.

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