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Neues Start-up im Bereich ADME/TOX

Das Helmholtz Zentrum München und sein Technologie-transfer-Partner Ascenion haben ein neues Start-up auf den Weg gebracht: die eADMET GmbH. Das Chemoinformatik-Unternehmen entwickelt und vermarktet innovative IT-Lösungen, um wichtige Eigenschaften neuer Medikamente vorherzusagen, u.a. physikalische und sogenannte ADME/Tox-Carakteristika.

ADME/Tox steht für Absorption, Distribution, Metabolismus, Exkretion und Toxizität. Diese Eigenschaften sind mit ausschlaggebend dafür, ob eine neue Substanz als Wirkstoffkandidat in Frage kommt und müssen deshalb im Vorfeld der präklinischen und klinischen Entwicklung experimentell bestimmt werden. Ungünstige ADME/Tox-Eigenschaften sind der Hauptgrund für Fehlschläge in der Arzneimittelentwicklung und tragen wesentlich zu den 0,8...1,7 Milliarden US-Dollar bei, die schätzungsweise die Entwicklung eines neuen Medikaments bis zur Marktreife kostet. Technologien, die schon früh eine zuverlässige Vorhersage der ADME/Tox-Charakteristika ermöglichen, sind deshalb seitens der biopharmazeutischen Industrie sehr gefragt.

"eADMET verbindet Bioinformatik mit Wirkstoffsuche. Mit seinen Dienstleistungen und Produkten liefert das Unternehmen Informationen, die es erlauben, bis zu zwei Drittel der erforderlichen Experimente einzusparen. Der Erfolg dieser Technologie belegt das Potenzial der Forschung am Helmholtz Zentrum München und zeigt, dass es uns gelingt, diese zum Nutzen der Gesellschaft in die Anwendung zu bringen", sagte Prof. Günther Wess, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Helmholtz Zentrum München.

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Das zentrale Produkt von eADMET ist OCHEM, eine Internet-basierte Datenbank, die die molekularen Strukturen chemischer Substanzen mit ihren physikalischen und ADME/Tox-Charakteristika verknüpft. Auf Grundlage umfassender Daten und exzellenter Algorithmen werden die voraussichtlichen Eigenschaften neuer Substanzen berechnet. Zur öffentlich zugänglichen Version steuern Chemoinformatiker aus aller Welt laufend neue Informationen bei, die dann mit aktuellen, allgemein zugänglichen Daten und der spezifischen Expertise von eADMET verknüpft werden. Die Vorhersagequalität von OCHEM ist deshalb ausgezeichnet und Konkurrenzprodukten überlegen, wie in unabhängigen Vergleichsstudien von der Industrie gezeigt wurde. Für Industrie-Kunden hat eADMET spezielle Software-Lösungen entwickelt, die die Anpassung an individuelle Anforderungen ermöglichen.

Die Technologie wurde am Helmholtz Zentrum München entwickelt und validiert. Finanziert wurden die frühen Entwicklungsarbeiten durch eine Phase-I-GO-Bio-Förderung. eADMET wird durch Mittel aus dem GO-Bio-Phase-II-Programm unterstützt und hat eine Seed-Finanzierung mit dem High-Tech-Gründerfonds (HTGF) und Bayern Kapital abgeschlossen. GO-Bio ist ein Förderprogramm, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und vom Projektträger Jülich koordiniert wird.

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