Neue OLED-Produktionsanlage

Merck investiert 30 Mio. Euro in Darmstadt

Das Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmen Merck hat am 19. Juni in Darmstadt den Grundstein für eine neue Produktionsanlage für OLED-Materialien gelegt.

In dem rund 2000 Quadratmeter großen Gebäude will Merck ab Juli 2016 hochreine OLED-Materialien zur Anwendung in modernen Bildschirmen und Beleuchtungssystemen herstellen.

In dem rund 2000 Quadratmeter großen Gebäude sollen ab Juli 2016 hochreine OLED-Materialien zur Anwendung in modernen Bildschirmen und Beleuchtungssystemen hergestellt werden. Mit der Investition, die rund 30 Mio. Euro beträgt, stärkt Merck seine Position im OLED-Geschäft. Bis 2018 will das Unternehmen ein führender Anbieter von OLED-Materialien sein. Dabei will es seine Erfahrung im Geschäft mit Flüssigkristallen nutzen, in dem Merck weltweit führend ist.

Organische Leuchtdioden – kurz: OLED für Organic Light-Emitting Diodes – sind halbleitende, organische Materialien, die unter elektrischer Spannung leuchten. Sie eignen sich besonders für den Einsatz in modernsten Displays und Beleuchtungen, denn sie bestechen durch brillante Farben und scharfe Bilder von jedem Blickpunkt aus, haben eine lange Lebensdauer und sind sehr energieeffizient.

„Die neue OLED-Produktionsanlage ist eine der größten Einzelinvestitionen, die Merck in den letzten Jahren am Standort Darmstadt getätigt hat. Sie entspricht den allerhöchsten technischen Standards“, sagte Bernd Reckmann, Mitglied der Geschäftsleitung von Merck, bei der heutigen Grundsteinlegung in Gegenwart des Hessischen Arbeitsministers Stefan Grüttner und des Darmstädter Oberbürgermeisters Jochen Partsch. „Die OLED-Technologie hat das Potenzial, die Technologie der Zukunft für Displays und Beleuchtung zu werden. Wir haben bereits früh erhebliche Mittel in sie investiert. Die neue Produktionsanlage ist somit ein weiteres wichtiges Glied in dieser Kette“, so Reckmann weiter.

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Mit den rund 100 Gästen der Grundsteinlegung warf Reckmann einen Blick in die Zukunft der OLED-Technologie. So arbeitet Merck gemeinsam mit dem japanischen Drucktechnikspezialisten Seiko Epson an druckbaren Displays für OLED-Bildschirme. Diese Materialien zeichnen sich durch ihr großes Innovationspotenzial für Smartphones, Tablets und Fernsehgeräte aus. Möglich sind flexible oder aufrollbare Bildschirme auch für Privatanwender, hauchdünne, energiesparende Displays für tragbare Geräte oder großflächige Videowände, die in Dünnschichttechnologie mit OLEDs produziert wurden. Auch der Autoindustrie sowie der Medizin und Bildung eröffnen die Materialien neue Möglichkeiten.

„Dass Merck an dem Ort, an dem das Unternehmen vor beinahe 350 Jahren gegründet wurde, auch heute noch investiert und somit neue Arbeitsplätze schafft, ist ein gutes Zeichen für die Region“, sagte Hessens Arbeitsminister Stefan Grüttner. „Merck trägt erheblich zur großen Dichte an innovativen und leistungsstarken Unternehmen in Hessen bei.“

„Für die Wissenschaftsstadt Darmstadt ist das Forschungsunternehmen Merck eine tragende Säule“, sagte Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch. „Die neue OLED-Produktionsanlage sowie ganz generell die derzeitigen Investitionen in den Bau einer globalen Konzernzentrale hier in Darmstadt sind ein erfreuliches Bekenntnis zum Standort.“

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