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Umweltchemiker und Ökotoxikologen tagen in Leipzig

Die Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) trifft sich vom 10. bis 13. September 2012 in Leipzig zu ihrer Jahrestagung. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit den Mitgliedern der Society of Environmental Toxicology and Chemistry - Europe, German Language Branch (SETAC GLB) am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) durchgeführt. Das anspruchsvolle und aktuelle Programm bietet u.a. Plenarvorträge von Ministerialrat Dr. Hartmut J. Streuff vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und von Professor Dr. Andrea Hartwig vom Karlsruher Institut für Technologie sowie die erstmalige Verleihung des Paul-Crutzen-Preises. Preisträger ist Dr. Manabu Shiraiwa, vom California Institute of Technology, Pasadena.

Am ersten Veranstaltungstag finden zwei Workshops statt, zum einen über Alternativen für Tierversuche, zum anderen über ökotoxikologische Untersuchungen von Nanomaterialien. Beide Themenfelder, "Alternativmethoden" und "Nanomaterialien - Analytik, Vorkommen und Wirkungen", gehören zu den Topics der Leipziger Tagung, die offiziell am 11. September von Vertretern der SETAC GLB, der GDCh-Fachgruppe und des UFZ eröffnet wird. Weitere Topics sind u.a. die urbane Luftverschmutzung, Arzneimittel in der Umwelt sowie Risikobewertung von Pflanzenschutzmitteln. Ebenso betrachtet werden Infochemikalien, bioaktive Naturstoffe, die als Signal-, Abwehr-, Hemm- oder Giftstoffe eine wichtige Rolle in Ökosystemen spielen.

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Der Paul-Crutzen-Preis, hervorgegangen aus dem Fachgruppen-Preis der GDCh-Fachgruppe Umweltchemie und Ökotoxikologie, ist ein Publikationspreis für eine herausragende wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Umweltchemie und Ökotoxikologie. Der aus Japan stammende Wissenschaftler Shiraiwa erhält ihn für seine Veröffentlichung "The role of long-lived reactive oxygen intermediates in the reaction of ozone with aerosol particles", die 2011 in Nature Chemistry publiziert wurde. Shiraiwa hat in seinen Arbeiten wichtige Erkenntnisse über die Wechselwirkungen von Ozon und anderen Gasen mit Aerosolpartikeln in der Atmosphäre gewonnen. Die von ihm aufgeklärten chemischen Mechanismen sind von großer Bedeutung, um die Eigenschaften atmosphärischer Aerosole und reaktiver Spezies zu verstehen, die das globale Klima und die Gesundheit beeinflussen. Die Arbeiten umfassen komplexe Laborexperimente sowie quantenmechanische und reaktionskinetische Modellrechnungen, die helfen, Aussagen über die Toxizität und das allergene Potenzial von Ruß, polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen und nitrierten Protein-Makromolekülen zu treffen.

Weitere Informationen zur Tagung sind im Internet unter http://www.ufz.de/umwelt2012 zu finden.

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