Quartalsbericht

Wacker Chemie hebt Ergebnisprognose für das Gesamtjahr an

Die Wacker Chemie AG hat im 2. Quartal 2017 den Umsatz gegenüber dem nach der Entkonsolidierung von Siltronic angepassten Wert des Vorjahres leicht ausgebaut und das EBITDA im Vergleich zum 1. Quartal 2017 deutlich gesteigert. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1.218,3 Mio. € (Q2 2016: 1.199,2 Mio. €). Das ist ein Plus von rund 2 Prozent und entspricht dem Niveau des Vorquartals (1.218,8 Mio. €). Die im Jahresvergleich insgesamt spürbar höheren Absatzmengen bei Siliconen und Polymerprodukten sind ein wesentlicher Grund für den Anstieg gegenüber dem 2. Quartal 2016. Positive Währungseffekte haben die Umsatzentwicklung ebenfalls begünstigt. Die gegenüber dem Vorjahresquartal in der Summe etwas niedrigeren Preise konnte Wacker dadurch mehr als ausgleichen.

Wacker bietet auch Lösungen für die Nahrungsmittelindustrie: Mit einer neuen Technologie lassen sich Süßigkeiten mit einem neuartigen Mundgefühl herstellen - und was als Kaubonbon beginnt, wird nach kurzer Zeit zum Kaugummi. (Bild: Wacker Chemie)

Wacker hat im 2. Quartal 2017 ein EBITDA von 253,4 Mio. € erwirtschaftet. Das sind rund 4 Prozent weniger als im Vorjahr (265,0 Mio. €), aber knapp 11 Prozent mehr als im Vorquartal (229,3 Mio. €). Maßgeblich für den Rückgang im Jahresvergleich waren unter anderem höhere Rohstoffpreise. Dagegen hat die hohe Auslastung der Produktionsanlagen die Ergebnisentwicklung im Berichtsquartal begünstigt. Für die drei Monate April bis Juni 2017 ergibt sich im WACKER-Konzern eine EBITDA-Marge von 20,8 Prozent (Q2 2016: 22,1 Prozent). Im Vorquartal hatte sie 18,8 Prozent betragen. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des 2. Quartals 2017 beträgt 101,9 Mio. € (Q2 2016: 104,5 Mio. €). Das entspricht einer EBIT-Marge von 8,4 Prozent (Q2 2016: 8,7 Prozent). Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 60,5 Mio. € (Q2 2016: 58,9 Mio. €) und das Ergebnis je Aktie beträgt 1,17 € (Q2 2016: 1,15 €).

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Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 hat Wacker angehoben. DAS EBITDA wird nun zwischen 900 Mio. € und 935 Mio. € erwartet. Das entspricht am oberen Ende dem um Sondererträge bereinigten EBITDA des Vorjahres (935,2 Mio. €). Bislang war das Unternehmen von einem Rückgang des bereinigten EBITDA im mittleren einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Der Grund für die Anhebung ist neben dem gut laufenden Chemiegeschäft, dass das Beteiligungsergebnis der Siltronic AG berücksichtigt wird und dieses voraussichtlich besser ausfällt als bislang erwartet. Der Konzernumsatz soll gegenüber dem Vorjahr (4.634,2 Mio. €) unverändert um einen mittleren einstelligen Prozentsatz wachsen.

„Nach den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres sind wir weiter auf einem guten Weg, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Freitag in München. „Besonders bei Siliconen, aber auch bei unseren Polymerprodukten, ist die Nachfrage der Kunden anhaltend hoch. Für Wacker Silicones heben wir auf Grund der sehr guten Auftragslage die Ergebnisprognose nochmals an. Im Polysiliciumgeschäft haben wir bei unseren Kosten weitere Fortschritte erzielt und setzen unsere Arbeit an Produktivitätsmaßnahmen und technischen Verbesserungen konsequent fort. Der Fokus unserer Investitionstätigkeit liegt weiterhin auf dem Ausbau unserer Kapazitäten für fertige Produkte im Chemiegeschäft, das für drei Viertel des Konzernumsatzes steht. Wir legen damit das Fundament für das profitable Wachstum von Wacker in den kommenden Jahren.“

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