Benzin schlägt Bergbau bei Bleiemissionen in SüdamerikaVerbleites Benzin dominierte bis zu seinem Verbot die Emissionen
Verbleites Benzin war in Südamerika bis zu seinem Verbot eine stärkere Quelle von Emissionen des giftigen Schwermetalls Blei als der Bergbau. Dies, obwohl die Minen der Region historisch große Mengen von Blei in die Umwelt setzte.
Verlauf der vom Menschen verursachten Bleiemissionen über die letzten 2000 Jahre im bolivianischen Altiplano. Gezeigt sind die Blei-Anreicherungen gegenüber dem natürlichen Untergrund (EF Pb), rekonstruiert anhand eines Eisbohrkernes vom Illimani Gletscher. In der Zeit vor der Verwendung von verbleitem Benzin (Jahre 0 bis 1960) dominierten die Bleiemissionen aus dem Bergbau, vor allem während der Blütezeit der präkolumbianischen Kulturen Tiwanaku/Wari und Inka sowie im Verlauf der Kolonialzeit und mit zunehmender Industrialisierung im 20. Jahrhundert (braun, blau). Für den starken Anstieg ab 1960 sind primär die Emissionen von verbleitem Benzin verantwortlich (grün). (Grafik: Paul Scherrer Institut)

