Spektroskopie

Vielversprechendes Duo

Shimadzu treibt die Entwicklung der direkten Analyse von Gewebeschnitten mittels MALDI-Massenspektrometrie weiter voran. Litt generell diese Anwendung bislang an der schlechten Reproduzierbarkeit und einer zeitaufwändigen Probenvorbereitung, so geben die beiden Systeme CHIP-1000 sowie die AXIMA MALDI-MS-Serie diesem Applikationsgebiet einen neuen Antrieb. Der CHIP-1000 sorgt für eine schnelle, reproduzierbare Probenpräparation und die AXIMA MALDI-MS-Serie für die Datenaufnahme.

Der CHIP-1000 und die Serie AXIMA MALDI-MS sorgen für eine schnelle, reproduzierbare Probenpräparation sowie die Datenaufnahme. Die kombinierten Stärken beider Systeme treiben die Entwicklung der direkten Analyse von Gewebeschnitten mittels MALDI-Massenspektrometrie weiter voran.

Der CHIP-1000 ist ein einzigartiges Gerät, das es ermöglicht, verschiedene Lösungsmittel in einem kontaktfreien, piezoelektronischen Verfahren auf Oberflächen aufzutragen. Jeder Tropfen hat weniger als 100 pl Volumen, wodurch Lösungen wie zum Beispiel eine MALDI-Matrix sehr präzise und reproduzierbar an ausgewählten Positionen auf einem Gewebeschnitt abgelegt werden kann – ohne direkten Kontakt.

Große Matrix-Arrays können genutzt werden, um die gesamte Oberfläche des Gewebeschnittes zu bedecken, etwa bei „Imaging-Experimenten“. Kleine Arrays, auf vorher ausgewählten Positionen, verwendet man bei „Profiling-Experimenten“. Aufgrund der hohen Genauigkeit beim Spotten können auch, vor dem Auftragen der Matrix, Proteine mit einem Enzym auf dem Gewebeschnitt verdaut werden. Dadurch wird eine Identifizierung der Proteine mittels MS/MS-Sequenzierung möglich. Aufgrund der einfachen Bedienung und der sehr fokussierten genauen Auftragung (weniger als 200 µm im Durchmesser) der Flüssigkeiten können schnell verschiedene Bedingungen wie Matrix oder Enzymkonzentrationen auf einem Gewebeschnitt ausprobiert werden, ohne weitere Schnitte zu verwenden.

Anzeige

In dem CHIP-1000 ist eine Kamera und ein Scanner integriert. Die Kamera überwacht den Print-Vorgang, wohingegen der Scanner die Bereiche auf dem Gewebeschnitt erkennt, auf die später die Flüssigkeit aufgetragen werden soll. Auch extern generierte Bilder lassen sich importieren und einblenden.

Ausgewählte Print-Positionen können nach der Probenvorbereitung einfach zum AXIMA-MALDI-Massenspektrometer exportiert werden, was eine einfache, fehlerfreie Handhabung garantiert. Zusätzlich lassen sich die Spotkoordinaten auch in anderen Formaten exportieren.

Die AXIMA-MALDI-Geräte ermöglichen eine empfindliche und flexible Analyse bei Imaging- sowie Profiling-Experimenten und sind komplett in den Arbeitsprozess bei der Suche nach Biomarkern integrierbar. Nach einfachem Abgleich durch Referenzpunkte auf dem MALDI-Target können dank des genauen Steppermotors die gewünschten Positionen angefahren und Spektren von diesen Positionen generiert werden. Als MALDI-Targets sind verschiedene Formate verwendbar, etwa die gängigen Mikrotiterplatten oder auch Targets im Objektträgerformat. Von der Gewebeschnittoberfläche können Proteine, Peptide oder kleine Moleküle, wie zum Beispiel Medikamente und deren Metaboliten, nachgewiesen und deren räumliche Verteilung ermittelt werden.

Neben der Shimadzu-Software zum Visualisieren der Ergebnisse lassen sich die Daten auch in die bekannte Software „BioMAP“ exportieren.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige

Raman-Spektroskopie

Metrohm übernimmt B & W Tek

Die Metrohm AG aus Herisau, Schweiz, und B & W Tek aus Newark, Delaware, USA, haben die Akquisition von B & W Teks Spectroscopy Solution Business, B & W Tek LLC, sowie mehrerer ausländische Tochtergesellschaften bekannt gegeben.

mehr...
Anzeige

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem LABO Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite