Zellarten quantifizieren

Zellzähler und Spektrometer in einem Gerät

Das Start-up Anvajo bietet mit dem Fluidlab R-300 ein tragbares Gerät, das Spektrometrie und automatisierte Zellzählung vereint.

Der tragbare Fluidlab R-300. © Anvajo

Es kombiniert das laut Unternehmensangaben kleinste verfügbare Hochleistungsspektrometer weltweit mit einem KI-basierten, automatischen Zellzähler auf Basis eines neuen holografischen Mikroskopie-Verfahrens. Die Anvajo-Technologie ermöglicht dem Anwender damit, verschiedene Zellarten in Suspension zu quantifizieren und außerdem spektrometrische Analysen durchzuführen. Einsatzmöglichkeiten sind biotechnologische, biochemische und mikrobiologische Laboren bzw. alle Bereiche, bei denen mit Zellkulturen gearbeitet wird oder Flüssigkeiten chemisch auf Basis von Absorptions- oder Streulichtmessung analysiert werden. Mithilfe eines einfachen Adapter-Systems lassen sich sowohl Standard-Küvetten als auch Glas-Probenträger für viele Analysen wie Extinktion, automatische Zellzählung und färbungsfreie Viabilitäts-Messungen verwenden.

Mit einer Pipette wird dabei die Zellsuspension oder die zu analysierende Flüssigkeit in einer Standard-Küvette oder auf einen eigens entwickelten Glasträger aufgebracht und anschließend mit dem Gerät analysiert. Ein separater Computer oder weitere Geräte sind nicht mehr notwendig. Aufgrund eines innovativen holographischen Mikroskopie-Ansatzes verfügt der Cell Counter über ein besonders großes „Field of View“ (Sichtfeld). Zusätzlich zur reinen Zellzählung kann mit dem R-300 die Viabilität der Zellen (Unterscheidung zwischen lebenden und toten Zellen) färbungsfrei gemessen werden. Auf das Anfärben mit z. B. Trypanblau wird verzichtet. Zytotoxische Effekte und Messfehler werden durch die färbungsfreie Bestimmung somit vermieden. Zellzählungen werden innerhalb von 40 Sekunden automatisch durchgeführt. Ein fehleranfälliges, zeitintensives Auszählen der Zellkulturen in einem Hämozytometer kann laut Angaben von Anvajo entfallen. Für die Analyse mit dem Fluidlab R-300 werden geringe Probenvolumina von 4 μl bis 20 μl benötigt. Neben dem holographischen Mikroskop enthält das Gerät ein äußerst kleines Spektrometer im Wellenlängenbereich von 375 bis 700 nm mit einer spektralen Auflösung von weniger als 2 nm. Im Wertebereich von 0 bis 2,5 Extinktionseinheiten liegt Linearität vor, bei einer photometrischen Genauigkeit von 0,01. Dies ermöglicht dem Anwender, eine Vielzahl von kolorimetrischen und turbidimetrischen Assays auszulesen oder klassische Optische-Dichte-Messungen (z. B. OD 600) durchzuführen.

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Quelle: Anvajo

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