Zellkulturmodell für Hepatitis E soll bei der Wirkstofffindung helfen

Mit einer besonders vermehrungsfreudigen Virusvariante, die für die Therapieresistenz von Hepatitis E verantwortlich ist, konnten Forscher ein Zellkulturmodell entwickeln.
Artikel und Hintergründe zum Thema

Mit einer besonders vermehrungsfreudigen Virusvariante, die für die Therapieresistenz von Hepatitis E verantwortlich ist, konnten Forscher ein Zellkulturmodell entwickeln.

Ein eingebautes Selbstmordsystem in Tuberkulosebakterien könnte einen neuartigen Schlüssel zur Behandlung von Tuberkulose liefern. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung der Wilmanns-Gruppe des EMBL in Hamburg hat diesen vielversprechenden Mechanismus für therapeutische Angriffspunkte untersucht und den Funktionsmechanismus in Molecular Cell veröffentlicht.
Suche nach alternativem TB-Behandlungsansatz

DZIF-Wissenschaftler an der Uniklinik Köln arbeiten an einer Immuntherapie, die die langwierige Antibiotikabehandlung bei Tuberkulose unterstützt. In ihrer aktuellen Studie konnten sie ein neues Zielprotein in den menschlichen Abwehrzellen identifizieren, über das die zerstörerische Wirkung der Bakterien gehemmt werden kann.
Wie Bakterien uns krank machen
Prof. Pascale Cossart vom Institut Pasteur in Paris erhält den Heinrich-Wieland-Preis 2018 für ihren grundlegenden Beitrag zur Molekularen Infektionsbiologie.
Eine neue Abwehrreaktion gegen Herpesviren haben deutsche und US-amerikanische Forscher entdeckt: Das bislang unbekannte Protein TRIM43 war gegen alle in der Studie getesteten Herpesviren aktiv und macht Hoffnung auf die Entwicklung einer neuen Therapie.
Strukturbiologische Aufklärung
Forscher des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) konnten aufklären, wie ein Komplex aktiviert wird, der eine wichtige Rolle bei Umbauten im Zellskelett im Zusammenhang mit Infektionsprozessen spielt.

Natürliche Milzbrandinfektionen kommen in Deutschland eher selten vor; jedoch stellt Anthrax vor allem als potenzielle Biowaffe eine weltweite Bedrohung dar. Einen neuen Wirkstoffansatz gegen Anthrax haben Wissenschaftler der TUM gefunden.

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum und vom Hospital for Sick Children in Toronto haben untersucht, wie das Immunsystem des Menschen Malariainfektionen bekämpft. Dabei entdeckten die Forscher erstmals eine bislang noch nie beobachtete Eigenschaft der Antikörper gegen den Malariaerreger.

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena hat zwei 3800 Jahre alte Yersinia pestis-Genome rekonstruiert, die auf eine bronzezeitliche Entstehung der Beulenpest hindeuten.

Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben an einem Tiermodell nachvollzogen, was für die hohe Ansteckungsrate des Masernvirus verantwortlich ist.