
Warum unser Gehirn unterschiedlich altert
Zwei internationale Studien zeigen, dass geistige Gesundheit weit mehr ist als eine Frage des Lebensstils. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Umwelt, Gesellschaft und individuellen Lebensumständen.

Die Hans und Ilse Breuer-Stiftung schreibt 2026 erneut Publikationspreise für Nachwuchsforschende in der Demenzforschung aus. Ausgezeichnet werden Arbeiten aus Grundlagen- und Versorgungsforschung des DZNE. Bewerbung bis 30. Juni 2026.

Relevanz für Alzheimer-Forschung?
Unter Einfluss des "Stresshormons" Cortisol verliert das Gehirn die Fähigkeit zur präzisen räumlichen Orientierung. Das zeigt eine aktuelle Studie der Uni Bochum. Ein Mechanismus, der auch bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer eine Rolle spielen könnte.

5000 Liquorproben proteomisch analysiert
Durch hochauflösende Massenspektrometrie analysierten Forschende 5000 Liquorproben und identifizierten neue diagnostische und prognostische Biomarker für Multiple Sklerose (MS). Proteomik verbessert Differenzialdiagnostik und Verlaufsprognose.

Die Alzheimer Forschung Initiative (AFI) fördert seit Anfang 2026 18 neue Forschungsprojekte zu Ursachen, Diagnostik, Therapie und Prävention von Alzheimer und verwandten Demenzen.
Neue Studie erklärt die Rolle von Optineurin bei der selektiven Autophagie. Relevant könnte die Entdeckung für weitere Forschung zu neurodegenerativen Erkrankungen wie ALS und Demenz sein.
Mit der optisch gepumpten Magnetoenzephalografie (OPMEG), einer neuen Sensortechnik, können Hirnströme bei Personen in Bewegung gemessen werden. Das bietet neue Möglichkeiten für Schlaganfall-, Parkinson- und Epilepsie-Forschung.

Wie CLIC1 die „Wächter“ des Gehirns steuert
Neue Therapieansätze bei Alzheimer: Forschende der Charité zeigen, wie das Protein CLIC1 die Immunzellen des Gehirns reguliert. Die Erkenntnisse eröffnen Ansatzpunkte für frühe und späte Alzheimer-Therapien.

Fortschritte in der Alzheimer-Forschung
Die Möglichkeiten bei einer Alzheimer-Erkrankung haben sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt. Neue Bluttests und Medikamente ermöglichen frühere Diagnosen und gezieltere Behandlung. Forschende fordern, diese Fortschritte schneller in die Praxis zu bringen.

Forschende am Max-Planck-Institut für Biochemie haben die Struktur von Clusterin entschlüsselt – ein Schlüsselprotein für Schutzmechanismen bei Alzheimer.

Forschenden der ETH Zürich ist es erstmals gelungen, aus menschlichen Stammzellen in der Petrischale hunderte verschiedene Typen von Nervenzellen herzustellen. Damit werden sich in Zukunft neurologische Krankheiten in Zellkultur statt im Tierversuch untersuchen lassen.