
Warum unser Gehirn unterschiedlich altert
Zwei internationale Studien zeigen, dass geistige Gesundheit weit mehr ist als eine Frage des Lebensstils. Entscheidend ist das Zusammenspiel von Umwelt, Gesellschaft und individuellen Lebensumständen.

FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) breitet sich durch Zecken in Deutschland weiter aus. Aktuelle Daten zeigen steigende Fallzahlen und ein wachsendes Infektionsrisiko, insbesondere für Ungeimpfte. Forschende erklären, warum Zecken inzwischen auch im Winter aktiv sind.
Bedeutung von Gehirnnetzwerken
Alzheimer-Forschung aus Magdeburg zeigt: Gedächtnisverlust bei Alzheimer entsteht nicht nur durch Nervenzellverlust. Störungen in Gehirnnetzwerken spielen eine zentrale Rolle und könnten gezielt therapiert werden.
Mit der optisch gepumpten Magnetoenzephalografie (OPMEG), einer neuen Sensortechnik, können Hirnströme bei Personen in Bewegung gemessen werden. Das bietet neue Möglichkeiten für Schlaganfall-, Parkinson- und Epilepsie-Forschung.

Wie CLIC1 die „Wächter“ des Gehirns steuert
Neue Therapieansätze bei Alzheimer: Forschende der Charité zeigen, wie das Protein CLIC1 die Immunzellen des Gehirns reguliert. Die Erkenntnisse eröffnen Ansatzpunkte für frühe und späte Alzheimer-Therapien.

Forschende am Max-Planck-Institut für Biochemie haben die Struktur von Clusterin entschlüsselt – ein Schlüsselprotein für Schutzmechanismen bei Alzheimer.

Forschenden der ETH Zürich ist es erstmals gelungen, aus menschlichen Stammzellen in der Petrischale hunderte verschiedene Typen von Nervenzellen herzustellen. Damit werden sich in Zukunft neurologische Krankheiten in Zellkultur statt im Tierversuch untersuchen lassen.

Induzierte neurale Stammzellen können chronische Gewebeschädigungen im zentralen Nervensystem bei Mäusen reparieren. Forschende aus Cambridge und Innsbruck sehen in der Transplantation dieser Zellen einen möglichen Therapieansatz für fortschreitende Multiple Sklerose.

Zwei Studien aus Jülich beleuchten Strukturveränderungen des Proteins DISC1, das bei der Entstehung chronischer psychischer Erkrankungen wie Schizophrenie eine zentrale Rolle spielt und zeigen neuen Therapieansatz auf.

Einzelzellaufzeichnungen ausgewertet
Ein Forschungsteam aus Bonn und Tübingen zeigt: Neuronen im menschlichen Gehirn speichern Ereignisfolgen anders als bisher gedacht. KI-Modelle helfen beim Verständnis.

Ein Rahmenwerk für die Forschung
Forschende haben ein Rahmenwerk für die Arbeit mit Gehirn-Organoiden entwickelt. Ziel ist es, die Qualität, Vergleichbarkeit und Aussagekraft dieser 3D-Modelle des menschlichen Gehirns zu verbessern.