Europa-Markt für Gen-Tests und Screening-Dienste

Vom Labor in die Praxis

Der europäische Markt für genetische Testverfahren und Screening-Dienste wird derzeit durch die wachsende Verfügbarkeit von Tests für ein erweitertes Gebiet von Krankheiten sowie von einem sich rasch ausdehnenden Pool potenzieller Verbraucher angetrieben. Gen-Tests wurden aus dem Labor heraus in die Arztpraxis verlegt. Allerdings hat hierdurch der Fokus auf Qualität keine adäquate Aufmerksamkeit erhalten.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan (http://www.drugdiscovery.frost.com), verzeichnete der europäische Markt für genetische Testverfahren und Screening-Dienste im Jahr 2011 Umsätze in Höhe von 896,2 Mio. US-Dollar und wird im Jahr 2018 voraussichtlich 1908,8 Mio. US-Dollar erreichen. Die Studie von Frost & Sullivan umfasst diagnostische Test- und Screening-Verfahren, des Weiteren Verwandschafts- sowie vorbeugende Tests. Ein erhöhtes Bewusstsein, überwiegend aufgrund der weitverbreiteten Beratungsgruppen in Bezug auf Humangenetik und der Verfügbarkeit so genannter DTC-Gen-Tests (engl. direct to consumer tests) kurbeln die Marktaussichten weiter an.

"Die Nachfrage nach Gen-Tests erhält weiteren Auftrieb, wenn diese von einer ärztlichen Beratung sowie ordnungsgemäßen Rückerstattung begleitet werden," erläuterte Senior Research Analystin Divyaa Ravishankar von Frost & Sullivan. "Es gibt ein wachsendes Interesse an vorbeugenden Tests, welche daher als größter Wachstumsbereich der Gen-Tests allgemein betrachtet werden", so die Einschätzung der Analystin.

Genetische Testverfahren und Screening-Dienste sind der nächste große Fokus in der Molekular-Diagnostik. Der westeuropäische Markt für Molekular-Diagnostik verbuchte 2011 Umsätze von 1352,4 Mio. US-Dollar, und genetische Testverfahren trugen fast 66 % der Umsätze bei.

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Einheitliche Qualitätssicherung fehlt

Die Kosten für das Sequenzieren eines Genoms sinken mit den neuen, effizienteren Sequenzierplattformen ständig. Dies schaffe heftigen Wettbewerb um schnellere Durchlaufzeiten, habe jedoch eine positive Wirkung auf den Markt für Gen-Tests und Screening-Dienste, heißt es in der vorliegenden Studie. Veränderungen im Hinblick auf Rückerstattungsverfahren in Europa zeichnen sich jedoch als Hauptproblem für Marktteilnehmer ab. Wenn Proben über internationale Grenzen hinaus versandt werden, können unzulängliche Rückerstattungsverfahren zu einer ungleichen Verfügbarkeit genetischer Testverfahren führen. "Es gibt potenzielle Lücken, die im behördlichen und normativen Rahmen existieren, welche aber angepackt werden müssen", warnt Ravishankar. "Gegenwärtig gibt es keine gesetzliche Vorschrift zur Qualitätssicherung, insbesondere nicht für Diagnoselabors in verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU." Eine Akkreditierung und Zertifizierung für ein Labor anzufragen und zu bekommen, ist freiwillig, weshalb nur einige europäische Labors diese eingeholt haben. Außerdem werden die Definitionen von "Akkreditierung" und "Zertifizierung" immer noch nicht durchgängig in den EU-Mitgliedsstaaten akzeptiert.

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