Friedrich-Miescher-Preis

UZH-Forscher Martin Jinek ausgezeichnet

Martin Jinek vom Biochemischen Institut der Universität Zürich erhält den mit 20000 Franken dotierten Friedrich-Miescher-Preis. Der Preis ist die höchste Auszeichnung für Nachwuchsforscherinnen und -forscher in der Schweiz auf dem Gebiet der Biochemie.

Martin Jinek vom Biochemischen Institut der Universität Zürich erhält den mit 20000 Franken dotierten Friedrich-Miescher-Preis. (Bild: Universität Zürich)

Die Swiss Society for Molecular and Cellular Biosciences zeichnet dieses Jahr den 35-jährigen Martin Jinek, Professor am Biochemischen Institut der Universität Zürich aus. Er erhält den Preis für seine Arbeiten über das mikrobielle Abwehrsystem und das Gentech-Werkzeug „CRISPR-Cas9“. Der Biochemiker aus Tschechien hat dazu beigetragen, dass das Protein Cas9 zum unentbehrlichen Werkzeug in der Gentechnik geworden ist. Das Molekül dient als vielseitige Schere, um das Erbgut tierischer oder pflanzlicher Zellen zu bearbeiten. Mit Cas9 können Gene nach Wunsch ausgeschnitten, hinzugefügt, aktiviert oder unterdrückt werden. Diese Anwendung hat innerhalb kürzester Zeit einen festen Platz in den Forschungslabors gefunden.

Martin Jinek hat am Trinity College der Universität Cambridge studiert und erwarb seinen Doktortitel in Heidelberg. Vor zwei Jahren wechselte er von der University of Berkeley an die Universität Zürich. „Der gute Ruf der Universität und das hervorragende Forschungsumfeld waren entscheidend für den Umzug in die Schweiz“, sagt Jinek. In der Zwischenzeit hat er bereits einen prestigeträchtigen ERC-Grant des Europäischen Forschungsrates in Millionenhöhe eingeworben und den John-Kendrew-Preis des Europäischen Molekularbiologie Labors in Heidelberg gewonnen.

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Der Friedrich-Miescher-Preis ist die höchste Auszeichnung der Schweiz für hervorragende Leistungen in der Biochemie. Die Preisträger dürfen nicht älter als vierzig Jahre sein, müssen das schweizerische Bürgerrecht besitzen oder ihre Forschungsarbeiten in der Schweiz durchgeführt haben. Der Preis wurde 1969 in Erinnerung an den Basler Wissenschaftler Friedrich Miescher von der Schweizerischen Gesellschaft für Biochemie ins Leben gerufen. Die offizielle Preisverleihung an Martin Jinek fand am 30.1.2015 im Rahmen des jährlichen Treffens der LS² – Life Sciences Switzerland an der Universität Zürich statt.

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