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Histologie in 3DNeue Färbemethode ermöglicht Nano-CT-Aufnahmen von Gewebeproben

Prof. Franz Pfeiffer montiert eine Probe am Nano-CT-Gerät

Bislang werden Gewebeproben von Patienten für histologische Untersuchungen in dünne Scheiben geschnitten. Das könnte sich in Zukunft ändern: Ein interdisziplinäres Team TUM hat eine Färbemethode entwickelt, die es erlaubt, dreidimensionale Gewebeproben mit dem ebenfalls kürzlich an der TUM entwickelten Nano-CT-Gerät zu untersuchen.

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Instrumentelle AnalytikQualität sichern in der Analytik

Die Arbeit in chemischen Laboratorien erfordert die Einhaltung höchster Sicherheits- und Qualitätsstandards. Neues Wissen, neue Methoden und Technologien, aber auch steigende Anforderungen an die Güte analytischer Ergebnisse und deren Beurteilung machen die Qualitätssicherung zu einem kontinuierlichen Lern- und Entwicklungsprozess, der einer steten Auffrischung bedarf.
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Instrumentelle Analytik: Qualität sichern  in der Analytik

In vielen Unternehmen ist daher die Implementierung des Qualitätsgedankens im täglichen Handeln erfolgsentscheidend. Qualitätssicherung ist keine Aufgabe, die man sich turnusmäßig vornimmt und routinemäßig „abarbeitet“. Qualitätssicherung muss verinnerlicht und „gelebt“ werden, und dies von allen Mitarbeitern, die in analytischen und chemischen Laboratorien tätig sind und auch nur entfernt mit der Thematik in Kontakt kommen.

Die Provadis Partner für Bildung und Beratung GmbH, die mit rund 1500 Auszubildenden und über 10000 Weiterbildungsteilnehmern an den Standorten Industriepark Höchst und Marburg zu den führenden Anbietern von Bildungsdienstleistungen in Hessen gehört, bietet in diesem Jahr zum zehnten Mal den Fernlehrgang „Qualitätssicherung in der Analytik“ an. Die Resonanz der Teilnehmer auf den Fernlehrgang unterstreicht die Bedeutung des Themas und die Relevanz der Inhalte. „Neben dem sicheren Umgang mit analytischen und statistischen Messdaten sowie der Fähigkeit, diese richtig zu interpretieren und zu bewerten, gilt es, das persönliche Qualitätsbewusstsein der einzelnen Mitarbeiter zu schärfen und sowohl ihr Verständnis von systematischen Planung als auch ihr Wissen über Strategien zur Qualitätssicherung zu vertiefen“, beschreibt Andreas Leppen von Provadis die Zielsetzungen des von ihm geleiteten Fernlehrgangs.

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Ganzheitliche Qualifizierung

Der Fernlehrgang untergliedert sich in fünf Lerneinheiten. Er beginnt mit einer Einführung zum Thema „Qualität im analytischen Labor“, die sich neben einer grundlegenden Definition des Qualitätsbegriffs und der Auseinandersetzung mit Regelwerken und Leitlinien im Qualitätsmanagementsystem (u.a. ISO 9000ff, GMP und TQM) auch intensiv mit dem modernen, durch den Schwerpunkt „Kundenorientierung“ erweiterten Qualitätsbegriff beschäftigt. Lerneinheit 2 widmet sich den mathematischen Grundlagen der Qualitätssicherung, bevor in Lerneinheit 3 unter dem Titel „Qualität bei der Erstellung von Analysemethoden“ das Thema Validierung ausführlich aufgearbeitet wird. Als Validierungsparameter werden Linearität, Nachweis-, Bestimmungs- und Erfassungsgrenzen, Präzision, Richtigkeit, Selektivität und Spezifität sowie die Robustheit einer Methode besonders hervorgehoben. Auch die Themen Softwarevalidierung, Validierungskosten und Fehlerpotenziale werden ausführlich behandelt.

Lerneinheit 4 steht im Zeichen konkreter Schritte zur „systematischen Planung zur Sicherheit und Erhaltung der Qualität“. In der abschließenden Lerneinheit 5, „Strategien zur Qualitätssicherung im Routinelabor“, werden die Lernergebnisse auf die konkrete Arbeit im analytischen Laboratorium übertragen: Verhalten, effektives Arbeiten, der richtige und sichere Umgang mit Volumen- und Massenmessgeräten sowie mit spektroskopischen und chromatographischen Analysegeräten stehen hier im Zentrum des Interesses. Zudem werden die verschiedenen Qualitätssicherungssysteme analysiert und die Qualifizierungsstrategien von Prüfmitteln diskutiert und Verbesserungspotenziale identifiziert.

Vielfältiger Methodenmix

Jede Lehreinheit besteht aus ein bis zwei Lehrbriefen, die den Teilnehmern zu Beginn zugeschickt werden. Die Bearbeitung des Lehrbriefes endet mit dem Lösen der Einsende-Prüfungsaufgaben. Hat der Teilnehmer des Fernlehrgangs alle Prüfungsaufgaben bearbeitet und zu jeweils 50 Prozent richtig beantwortet, so erhält er ein abschließendes Zertifikat. Im Rahmen des auf eine Dauer von 20 Wochen angelegten und bei der Staatlichen Zentralstelle für Fernunterricht zertifizierten Lehrgangs kommt ein vielfältiger Mix von Lernmethoden zum Einsatz: Neben der Lehrbriefmethode mit Lernerfolgsbewertung gehören E-Learning-Tools, Teletraining und Gruppenarbeiten zum Programm. Für die Kommunikation zwischen den Seminarteilnehmern und für die tutorielle Betreuung steht neben Telefon und E-Mail eine Internet-Kommunikationsplattform zur Verfügung.

Ansporn für Verbesserungen

Die Resonanz auf den seit Jahren erfolgreich laufenden Fernlehrgang ist sehr positiv: „Ich lernte Qualitätsinstrumente kennen, um meine Arbeitsweise zu verbessern“, beschreibt die Lehrgangsteilnehmerin Sabine Rudolph den praktischen Nutzen des Lehrgangs für ihr alltägliches Handeln: „So ist zum Beispiel die Qualitätsregelkarte in den Labors eher unbekannt, kann jedoch sehr einfach erstellt werden, und man erhält statt den üblichen unübersichtlichen Tabellen eine gute visuelle Darstellung, die leicht interpretiert werden kann.“ Der Kurs sei, so resümiert sie, „nicht nur für Analytiker in geregelten Labors oder mit quantitativen Aufgaben geeignet, sondern bietet jedem Labor- und Betriebsmitarbeiter viele gute Denkanstöße, die Arbeitsweise und Qualitätskontrolle zu hinterfragen und zu verbessern.“

Der nächste Provadis-Fernlehrgang „Qualitätssicherung in der Analytik“, beginnt am 25. Oktober 2010 und endet am 11. März 2011. Die Teilnahmegebühr beträgt 1535.- Euro.

Kontakt/Organisation:
Andreas Leppen, Tel. 069/305-14387, Fax 069/309-159, andreas. leppen@provadis.de.

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