Wer darf rein?

Gebäudezutritt online oder offline regeln

Funk-Online Systeme können bei Gebäudezutrittssystemen für mehr Komfort und Sicherheit sorgen. Installationsaufwand und Kosten  dieser Art der Zutrittsregelung halten sich in Grenzen.

Ein Zutrittsystem gewährleistet, dass unbefugten Personen der Zutritt zu Büro-, Server- oder Labor-Räumen untersagt bleibt. © Glutz

In Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die z.B. über ein eigenes Laborzentrum verfügen, sind meistens viele verschiedene Personengruppen und teils zu jeder Tageszeit präsent. Je größer der Gebäudekomplex, desto mehr Menschen mit verschiedenen Verantwortungsbereichen frequentieren das Gebäude in der Regel. Dementsprechend steigen die Anforderungen an ein Zutrittssystem an. Denn damit alle höchstmöglichen Nutzungskomfort genießen können, müssen Zutrittslösungen auf das jeweilige Gebäude perfekt zugeschnitten sein und die Räumlichkeiten gleichzeitig in unterschiedliche Bereiche anhand individueller Arbeitsaufgaben einteilen. Nur wenn Zugangsberechtigungen hinsichtlich der einzelnen Abschnitte des Forschungszentrums oder bestimmter Schränke eines Labors vergeben sind, ist gewährleistet, dass unbefugten Personen der Zutritt zu Server- oder Labor-Räumen untersagt bleibt.

Das Funk-Online-System eAccess des Schweizer Unternehmens Glutz AG erfüllt nach eigenen Angaben die Anforderungen an ein Zutrittssystem und bietet eine nahezu grenzenlose Skalierbarkeit.

Grundsätzlich lassen sich die meisten modernen elektronischen Zutrittslösungen in zwei Systeme einteilen, in Online und in Offline. Jede Gruppe weist eigene Vorteile und gleichzeitig spezielle Nachteile auf. Aufgrund der Reichweite an Möglichkeiten eignen sich aber beide für alle Gebäudearten. Die Unterschiede werden beim näheren Betrachten sowie in der täglichen Nutzung offenbart.

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Online: Permanent vernetzt

Online-Systeme sind permanent vernetzt; Administratoren verwalten und vergeben Berechtigungen zentral. Trotz des Namens und der scheinbaren digitalen Vernetzung müssen aber stets Kabel verlegt werden, was je nach Gebäudeart zusätzliche Ausgaben im fünfstelligen Bereich bedeuten kann.  Des Weiteren verfügen sie über aktuelle Statusmeldungen aller Türen, sind jedoch mit einem hohen und kostspieligen Installationsaufwand verbunden.

Offline: Mit wenigen Klicks tausende Berechtigungen vergeben

Offline-Systeme sind dagegen wesentlich einfacher und kostengünstiger zu installieren. Sie erfordern bei der Vergabe neuer Berechtigungen jedoch deutlich mehr Aufwand, da jeder Zutrittspunkt einzeln individuell eingestellt werden muss. Auch im Falle des Verlustes eines Zutrittsmediums wirken Sperrungen nicht sofort. Das Funk-Online System von Glutz arbeitet mit einer Funkverbindung, fügt somit die Vorteile beider Gruppen zusammen und minimiert die Nachteile: Installationsaufwand und Kosten entsprechen denen eines Offline-Systems, Komfort für Nutzer und Verwaltung dem eines Online-Systems. Die Programmierung von Beschlägen erfolgt dabei zentral über einen ausgewählten Computer. Entsprechende Repeater leiten die Daten in größeren Gebäuden weiter. So verteilt der zuständige Administrator mit wenigen Klicks tausende Berechtigungen auf Türen neu, ohne dabei einen Schritt gehen oder im Vorfeld kilometerlang Kabel verlegen zu müssen. Dies führt vor allem in Bestandsimmobilien zu großen Ersparnissen. Das System ist einfach zu installieren oder nachzurüsten und jederzeit ohne großen Aufwand flexibel erweiterbar.

Größere Individualisierung dank biometrischer Lösungen

Jedes Sicherheitssystem erfordert eine genaue Vorabanalyse der Ausgangssituation, um sich bestmöglich an die organisatorischen Gegebenheiten des Gebäudes anzupassen – bei gleichzeitiger Gewährleistung der höchsten Sicherheit. Trotz klarer Anweisungen und Zutrittsberechtigungen zu bestimmten Räumen oder Laboren können Zutrittsmedien weitergegeben werden. Um tatsächlich personalisierten Zutritt zu garantieren, greifen zahlreiche Unternehmen auf Biometrische Zutrittslösungen zurück. Genutzte Körpermerkmale können der eigene Finger, das Gesicht, die Stimme oder das Auge sein. Dabei sind kaum Grenzen gesetzt: Die biometrische Kontrolle kann unabhängig vom Objekt verwendet werden; auch als Ergänzung zu bereits verwendeten Lösungen. Denn die Anbindung an bereits vorhandene Systeme stellt in den meisten Fällen kein Hindernis für eine Aufrüstung dar.

Ein Beispiel: Die Haupteingangstür eines Unternehmens ist nur von acht Uhr morgens bis fünf Uhr nachmittags geöffnet und verriegelt sich danach automatisch. Im Gebäude angekommen lassen sich bestimmte Räume mit einem Badge, andere mit einem regelmäßig wechselnden Code öffnen. Um zu dem Stockwerk mit dem Labor zu gelangen, muss das passende Badge im Fahrstuhl verwendet werden, um die notwendigen Aufzugsknöpfe aktivieren zu können. Dort angekommen, müssen die Mitarbeiter sich am betreffenden Ziel zusätzlich mit dem Fingerabdruck identifizieren, um Zutritt zu erhalten. Werden Berechtigungen kurzfristig geändert, ein neuer Serverraum oder ein Chemikalienregal eingerichtet, genügen dem Administrator nur wenige Klicks, um die Daten zu aktualisieren. Alle Schlösser, Türdrücker sowie das übergreifende Zutrittssystem bietet Glutz je nach individueller Ausgangslage als Gesamtlösung an.

Sicherheit bedeutet auch Schutz vor Infektionen

In Laboren oder Forschungseinrichtungen, bei denen der Umgang mit chemischen oder lebensgefährlichen Substanzen an der Tagesordnung steht, sollte der Gefahrenherd „Türklinke“ größtmöglich eingegrenzt werden. Auch um der Verbreitung von Bakterien vorzubeugen, stattet Glutz nach Wunsch Beschläge mit speziellen Pulverlack-Beschichtungen aus. Der Wirkstoff, der in den Pulverlack eingebunden wird, kann nicht aus der Oberfläche austreten, reduziert aber die Aktivität von Bakterien um 99,9%. Der Lack ist vorwiegend farblos und schützt somit fast unsichtbar vor ungewünschten Bakterien.

Als Anbieter von Gesamtlösungen rund um den Zutritt bietet Glutz neben individuellen Anfertigungen aus der firmeneigenen Manufaktur, Bänder, Beschläge, Schlösser und Zutrittssysteme für nahezu alle Gebäudearten. Vor allem für Bereiche wie Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und Labore eignet sich eine Kombination aus unterschiedlichen Elementen wie eleganten Beschlägen und mechanischen Hochsicherheitsschlössern in Verbindung mit dem elektronischen Funk-Online System eAccess, das um biometrische Nutzungskomponenten erweitert werden kann.

Autor
Victor Lemeshko

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