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Artikel und Hintergründe zum Thema

Laborplanung

Barbara Schick,

MVZ Labor Koblenz wächst am neuen Standort

Mit einem symbolischen Spatenstich starteten am 30. Januar 2025 die Bauarbeiten für ein neues Gebäude des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie Koblenz-Mittelrhein im Stadtteil Metternich. Am neuen Standort entstehen moderne Labor- und Büroarbeitswelten für rund 400 Mitarbeitende. Für Konzeption, Planung und Bau zeichnet die Vollack Gruppe verantwortlich.

So soll das geplante Gebäude des Medizinischen Versorgungszentrums in Koblenz-Metternich aussehen. © Vollack Gruppe

Das MVZ für Laboratoriumsmedizin und Mikrobiologie Koblenz-Mittelrhein verteilt sich zurzeit auf acht verschiedene, gemietete Standorte in der Koblenzer Innenstadt. Nicht zuletzt die Coronapandemie hat seitens der Labore weltweit eine hohe Flexibilität und Dynamik verlangt, die nur mit großer Mühe und Kreativität in den vorhandenen Räumlichkeiten bewältigt werden konnten. Nun wird dieses MVZ seinen Standort von der Innenstadt nach Metternich verlegen. Dort entsteht mit einer Bruttogeschossfläche von rund 7 600 Quadratmetern ein Labor- und Bürogebäude, in das die bereits auf dem Grundstück vorhandene Lagerhalle integriert wird.

Um das medizinische Labor speziell auf die heutigen und kommenden Anforderungen vorzubereiten, werden beim Bau des neuen Komplexes optimale Flächenaufteilungen geplant und die Prozesse sowie Wege optimiert, damit auch hochspezialisierte Technik von Morgen eingesetzt werden kann. Das komplexe Gebäude für rund 400 Mitarbeitende wird künftig Platz bieten für moderne Arbeitswelten, einige Speziallaborabteilungen und ein 24/7-Labor mit Laborstraßen und einer Blutbank. Dazu gehören dann außerdem eine öffentlich zugängliche Gerinnungspraxis, ein medizintechnisches Labor sowie ein Schulungs- und Besprechungsraum, in dem Fortbildungen stattfinden können.

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Bauliche Anforderungen

Ein modernes Labor stellt besondere Anforderungen hinsichtlich der Einhaltung von Sicherheits- und Hygienestandards. So verlangen die strengen Vorschriften beispielsweise, dass die Abluft gefiltert wird und in gewissen Räumen Unterdruck herrschen muss. Beobachtungsfenster in den Türen sind ebenso vorgeschrieben wie Oberflächen, die beständig gegen Säure, Laugen, Lösungs- und Desinfektionsmittel sind.

Ein Hauptaugenmerk gilt auch der Dach- und Fassadengestaltung. So erhält die Laborhalle ein traditionelles Sheddach. Die Fassade zeigt Schiefer mit seiner typischen Schichtenstruktur. Das dreigeschossige Büro- und das daran angegliederte zweigeschossige Laborgebäude sind als massive Stahlbetonkonstruktion konzipiert. Durch die Fensterbandarchitektur von beiden Gebäudeteilen kommt viel natürliches Licht in die Räume. Mäanderförmige Fassadenelemente als prägende Gestaltungsbestandteile dienen zugleich als Verschattung für besonders sensible Laborbereiche.

Der Neubau ist im Sinne des Klimaschutzes als Effizienzhaus 40 geplant. Teils begrünte Fassaden, Photovoltaikanlagen mit einer Fläche von rund 1 800 Quadratmetern, eine Luft-Wärmepumpe und die Wärmerückgewinnung über ein Kreislaufverbundsystem werden das nachhaltige Energiekonzept ergänzen. Dadurch wird das Gebäude ohne fossile Heizenergie betrieben werden können. Die vorgeschriebene unterbrechungsfreie Stromversorgung soll bei einem Stromausfall den Laborbetrieb sicherstellen. Die Fertigstellung des Gebäudekomplexes ist für Herbst 2026 geplant.

Quelle: Vollack Gruppe

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