Laborplanung

Barbara Schick,

Neues Laborgebäude für die BAM

In Berlin-Adlershof entsteht der Neubau GBD 149 für die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM), der den Beschäftigten exzellente Forschungsbedingungen bieten soll. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (kurz: BImA) und der Bundesbau Baden-Württemberg errichten gemeinsam mit ihren Partnern moderne Labore für elf Fachbereiche inklusive Werkhallen mit Krananlagen sowie Büros für die Verwaltung. Der Neubau entsteht in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und dem naturwissenschaftlichen Campus der Humboldt-Universität. Ende Februar starteten die Bauarbeiten. Die Arbeiten im Tiefbau mit dem Aushub der Baugrube werden voraussichtlich bis Anfang September andauern. Anschließend erfolgt die Betonage des Untergeschosses. Im März wird die Spundwand eingebracht, im April und im Mai erfolgt die Erstellung der Sohle als unterer Abschluss der Baugrube. Die Übergabe des Gebäudes an die BAM ist für 2029 geplant.

Der Neubau für die BAM wird exzellente Forschungsbedingungen in einem nachhaltigen Gebäude bieten. © Visualisierung: Burckhardt Architektur

Der Neubau ist notwendig, da zahlreiche Gebäude, Einrichtungen und Labore, die die BAM zurzeit nutzt, noch aus der Gründerzeit stammen und zum Teil nicht mehr den hohen Anforderungen an zeitgemäße Forschungsarbeit genügen. In der wissenschaftlich-technischen Bundesoberbehörde kümmern sich mehr als 1 500 Beschäftigte im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz um die Sicherheit in Technik und Chemie. Sie erarbeiten neue Sicherheitsstandards, die in nationale wie internationale Gesetze und Regelungen einfließen, und beraten die Bundesregierung unter anderem zur sicheren Energiewende und anderen wichtigen Zukunftsfragen. Hierbei steht jeweils der Schutz von Mensch, Umwelt und auch Sachgütern im Fokus.

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Nachhaltiger Neubau

Die BAM strebt mit dem Campus die Optimierung der Arbeitsumgebung für ihre Mitarbeitenden an. Die neu geschaffenen Räumlichkeiten sollen die Innovation und Kreativität fördern und damit auch Qualität und Effizienz von Forschungstätigkeiten steigern. Nachhaltigkeitsaspekte spielen während des Baus und dem späteren Betrieb eine wichtige Rolle: Bepflanzte Innenhöfe und begrünte Dächer des Neubaus tragen zu einem guten Stadtklima bei, Photovoltaikanlagen erzeugen erneuerbare Energie aus Sonnenlicht. Für den Laborbau und die Außenanlagen wird die Silberzertifizierung nach dem Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen (BNB) angestrebt.

Integrierte Projektabwicklung

Der Neubau entsteht im Rahmen einer Integrierten Projektabwicklung (IPA) mit neuem Vertragsmodell eines Mehrparteienvertrags: Die BImA als Bauherrin und der Bundesbau Baden-Württemberg als Bauherrenvertreter arbeiten von Anfang an mit Burckhardt Architektur (Objektplanung/Architektur), Buro Happold (TGA-Planung; TGA = Technische Gebäudeausrüstung), W. Markgraf (Erweiterter Rohbau), Rud. Otto Meyer Technik (TGA-Ausführung) und Apleona R&M (Ausbau) in einem interdisziplinären Team partnerschaftlich zusammen. Die frühe Zusammenarbeit von Planung und Ausführung soll die termin- und kostengerechte Realisierung des Bauprojekts sichern. Dieses partnerschaftliche Modell bei öffentlichen Bauprojekten gewinnt auch in Deutschland an Bedeutung.

Quelle: Bundesanstalt für Immobilienaufgaben

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