Automatisierter Probentransport

Proben auf Schienen

Effiziente Probenlogistik mit automatisiertem Probentransport - wie das funktionieren kann, das beschreibt der Autor von Telelift.

Laboranalysen spielen eine entscheidende Rolle in vielen Bereichen, ob in Lebensmittelproduktion, Materialforschung oder Gesundheitswesen und Pharmazie. Gerade für labormedizinische Untersuchungen ist eine zur Probennahme bzw. zum Probeneingang zeitnahe Analyse sehr wichtig, und das auch bei hohem Probenaufkommen. Hier ist die gesamte Probenlogistik von großer Bedeutung. Diese sollte auch innerhalb eines Laborgebäudes möglichst effizient sein sollte.

Herkömmliche, manuelle Transportmethoden durch Labormitarbeitende oder anderes Fachpersonal können sehr anstrengend, zeitaufwändig und dadurch kostenintensiv sein. Gleichzeitig sind solche Prozesse mit wachsendem Arbeitsaufkommen schwierig durchzuführen und stoßen schnell an ihre Grenzen. Zudem steht wertvolles Fachpersonal nicht für wichtige Analysetätigkeiten zur Verfügung, wenn es seine Zeit mit dem Probentransport verbringt, wodurch die Produktivität des Labors insgesamt einschränkt wird. Hier können automatisierte Probentransportsysteme weiterhelfen. Inzwischen gibt es Lösungen, die speziell für Labore und deren Anforderungen entwickelt wurden. Mit solchen Systemen ist ein sicherer und effizienter Transport aller Proben, auch zu Spitzenauslastungszeiten, möglich – und das mit einem hohen Maß an Hygiene.

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Fährt auf Schienen: das Telelift-System UniLabCar. © Telelift

Beim Unternehmen Telelift, das bereits seit 60 Jahren Intralogistik-Lösungen, u. a. für Krankenhäuser, entwickelt und produziert, wurde ein System speziell für Labore entwickelt. Dabei handelt es sich um ein schienengebundenes Transportsystem mit dreidimensionaler Streckenführung und selbstfahrenden Transportfahrzeugen, die einen automatisierten, schonenden und sicheren Transport von Laborproben jeglicher Art zu zugewiesenen Punkten im Labor möglich machen. Das Laborpersonal muss hierbei nicht eingreifen. Der Transport kann dabei auch über mehrere Stockwerke oder Gebäudeteile hinweg erfolgen. Um Platz zu sparen, kann das System an der Decke montiert werden, so dass der Raum am Boden für Analysegeräte und weiteres Laborequipment frei bleibt. Dabei kann die gesamte Anlage in die Architektur des Gebäudes eingefügt und individuell an die Prozessanforderungen des Labors angepasst werden. Das modulare Design ermöglicht auch die Erweiterung oder Modifizierung der Schienen, um die Raumausnutzung zu maximieren. Mit solchen maßgeschneiderten Lösungen ist es für Labore möglich, Logistikprozesse zu optimieren, die Effizienz und Produktivität zu steigern und Transportzeiten zu verringern. Das Transportsystem lässt sich an veränderte Laborlayouts und an wachsende Arbeitslasten anpassen. Damit geht einher, dass die Arbeitsbelastung des Personals reduziert wird.

Das automatisierte Transportsystem kann sowohl Einzelproben als auch in Tüten verpackte Proben transportieren. Zudem ist ein Sammeltransport von Proben in Racks problemlos möglich. Dabei passen nahezu alle gängigen Behälter und Laborprobenträger in das Fahrzeug. Auch die Beladung mit vorkommissionierten Laborproben ist möglich.

Telelift-System UniLabCar mit Proben-Racks beladen. © Telelift

Die Beladung kann sowohl manuell als auch automatisiert erfolgen. Die automatische Be- und Entladung ist insbesondere dann interessant, wenn ein Labor mit einer Laborstraße mit Bulk-Loader-Systemen arbeitet. Die Unversehrtheit der Laborproben ist während des gesamten Transports sichergestellt. Dank einer pendelgelagerten Aufhängung des Behälters wird das Transportgut nahezu nicht bewegt, wenn das Fahrzeug vom vertikalen in den horizontalen oder den Über-Kopf-Transport wechselt, sondern bleibt stets in Waage ausgerichtet. So können auch sensible Proben sicher und schonend transportiert werden. Eine Fahrauftragsverwaltung sorgt für eine schnelle Abarbeitung der Transportaufgaben auf kürzestmöglichem Weg und eine vollständige Transportdokumentation.

Einsatz in einem Großlabor

Transportsystem von Telelift bei einer Über-Kopf-Fahrt an der Decke eines Laborgebäudes. © Telelift

In Großbritannien werden derzeit zahlreiche neue Zentrallabore errichtet, um die medizinische Versorgung sicherzustellen. In einigen dieser Labore werden Telelift-Systeme eingebaut, um den Probentransport zu optimieren. So wurde dort kürzlich der Einbau einer Telelift-Anlage in einem zentralen Pathologielabor abgeschlossen. Der Betreiber des Labors hat das System gewählt, da ein manueller Transport nicht nur ein Mehrfaches an Zeit und Kapazitäten benötigt hätte, sondern auch die unterschiedlichen Auslastungen im Labor nicht so effizient hätte abdecken können. Dem Betreiber war hier auch ein schonender Transport der Proben sehr wichtig. Die im Pathologielabor eingebaute Anlage umfasst sechs Zielstationen in sechs Stockwerken. 120 m Schiene verbinden das gesamte Labor und 13 "UniLabCars" sorgen, auch in Zeiten starker Auslastung, für den zielgerichteten und effizienten Transport der Laborproben.

Das Labor analysiert Proben aus zahlreichen lokalen Arztpraxen und Teillaboren. Die Proben werden dort abgeholt und gesammelt zum Zentrallabor transportiert. Dort kommen sie im Erdgeschoss an, werden vorsortiert und dann mit dem Telelift-System an die zuständigen Laborabteilungen, die auf sechs Stockwerken verteilt liegen, versendet. Transportiert werden Blut- und Urinproben, Gewebeproben und Abstriche sowie Blutkonserven und -plasma.

Ein Einsatz der Telelift-Lösung in weiteren Laboren ist bereits in Planung.

AUTOR
Christopher Kranz
Telelift GmbH, Maisach
Tel.: 08141/31591-0
[email protected]
www.telelift-logistic.com

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