Spectaris-Branchentreff

Lab.Vision 2017 - Zukunftsradar der Laborindustrie

Daten als Rohstoff der Zukunft und der lange Weg zum Anwender – diese Themen standen im Mittelpunkt der Branchenveranstaltung Lab.Vision2017, die am 10. Mai in Leverkusen in Räumlichkeiten der Bayer AG Hersteller, Anwender, Laborfachhandel, Medien und Partner der Analysen-, Bio- und Labortechnik zusammenbrachte.

Volles Auditorium beim Treffen des Industrieverbands Spectaris (Bild: Spectaris)

Zum Auftakt diskutierten die Teilnehmer im Lab.Vision-World Café Fragen wie „Wissen wir wirklich, was Anwender brauchen?“, „Wie verändert Industrie 4.0 mein Unternehmen?“ und „Spectaris als Dienstleister. Was wünschen Sie sich?“.

Andreas Friese, Leiter Research-IT bei Bayer Business Services, stellte die Vision des Labors der Zukunft vor und erläuterte, wie digitale Technologien den Laboralltag verändern werden und welcher Nutzen daraus entstehen kann. Als konkrete Beispiele nannte er die automatische Anpassung der Bedingungen von Zellwachstum, 3D-Bioprinting sowie 3D-Drug-Printing. Seine Empfehlung an die Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik: „Entwickeln Sie Ihre Produkte so weiter, dass sie Aufgaben übernehmen können, die Maschinen besser können als Menschen“ sowie „Entwickeln Sie Ihre Produkte so weiter, dass die Daten so generiert, verarbeitet und interpretiert werden können, um Zusammenhänge zu erkennen und Entscheidungsvorschläge zu machen, auf die ein Mensch allein nur schwer kommen kann“.

Workshops fürs Praktische
Niels Pfläging, selbsternannter Management-Exorzist, provozierte die Teilnehmer mit der Aussage, dass das Management, wie es in den meisten Unternehmen heutzutage praktiziert wird, aus dem industriellen Zeitalter stamme und für das heutige, hochkomplexe Umfeld, in dem sich die Hersteller bewegen, völlig unzureichend und sogar schädlich sei.

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In drei Workshops vertieften die Teilnehmer die Diskussionen: Als Lösung der System- und Organisationsprobleme stellte Niels Pfläging die agile Netzwerkorganisation vor, bei der Entscheidungen nicht im Zentrum getroffen werden, sondern dort, wo der Kontakt zum Markt besteht. - Die Praxis im Labor von morgen und bereits umgesetzte Best-Practice-Beispiele präsentierte und diskutierte Reinhard Baumfalk von Sartorius Lab Instruments mit seiner Gruppe. - Machine Learning und Daten als Rohstoff der Zukunft im Labor 4.0 war Thema des dritten Workshops. Klaus-Robert Müller von der Technischen Universität Berlin stellte technische Entwicklungen, Anwendungen und Perspektiven für die Datennutzung in der Zukunft vor. Erfolgreiche Big-Data-Technologie muss laut Müller über das reine Sammeln von Daten hinausgehen und die richtigen Fragen an die Daten stellen.

Im Rahmen der Lab.Vision2017 wurde zum siebten Mal der „LaborBär“ verliehen. In diesem Jahr ging die Auszeichnung an Felix Mende, den Jugend-forscht-Bundessieger im Bereich Chemie, der sein Projekt kurz vorstellte.

Zufriedene Teilnehmer
„Spectaris organisierte mit der Lab.Vision 2017 bereits zum siebten Mal die Branchenplattform der Analytik- und Laborszene. Für uns als Unterstützer des Veranstaltungsformates waren die spannenden Keynotes, die lebendigen Workshops und, wie immer, die interessanten Teilnehmer „rund um das Labor“ die Highlights der diesjährigen Ausgabe. Ein sehr gelungener Branchentreff“, so Ralf Claußen, Director Communication Services bei Eppendorf. Stefan Holler, Leiter Marketing bei Waldner Laboreinrichtungen: „Wie alle Hersteller von Analysen-, Bio- und Labortechnik stehen auch wir vor neuen Herausforderungen an Entwicklung, Vertrieb und Kundenkommunikation. Die Lab.Vision hat uns dabei geholfen, einige Fragen dieser Bereiche zu beantworten“.

2018 wird die Lab.Vision in kleinerem Format ein Programmpunkt der analytica in München sein. Die nächste eigenständige Lab.Vision findet 2019 statt. 

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