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Artikel und Hintergründe zum Thema

Biophotonik-Kongress

Barbara Schick,

Nobelpreisträger Stefan Hell eröffnet den ICOB 2024

Vom 3. bis 7. März 2024 wird Jena zum Knotenpunkt für internationale Expertinnen und Experten der optischen Gesundheitstechnologien. Die siebte Ausgabe des Internationalen Kongresses für Biophotonik (ICOB: International Congress on Biophotonics) bringt führende Köpfe aus Wissenschaft, Technologie und Medizin mit Vertreterinnen und Vertretern der Industrie zusammen, um die zukünftige Ausrichtung des Forschungsfeldes zu diskutieren und die Umsetzung lichtbasierter Technologien in klinische Anwendungen voranzutreiben. Organisiert wird der Kongress vom Jenaer Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT).

Den Auftakt gibt Chemie-Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell am 4. März. Seine bahnbrechenden Arbeiten zur Lichtmikroskopie haben die Grenzen des Sichtbaren neu definiert und ermöglichen tiefgreifende Einblicke in die Nanowelt lebender Zellen. Diese Entdeckung eröffnet der biomedizinischen Forschung neue Wege, von der Untersuchung neurodegenerativer Krankheiten bis zur Erforschung der Mechanismen von Krebszellen.

Die Forschenden Marie-Luise Enghardt und Dr. Richard Grohs arbeiten am Jenaer Leibniz-IPHT an der Entwicklung eines tragbaren Mikrospektrometers für die schnelle Infektionsdiagnostik. © Sven Döring/ Leibniz-IPHT

Das interdisziplinäre Feld der Biophotonik nutzt Licht, um biologische Prozesse zu untersuchen und zu steuern und ist ein Schlüssel zu neuen Verfahren in der Medizin und Gesundheitsvorsorge sowie für eine präzisere Umweltüberwachung. Der ICOB-Kongress zeigt das Potential optischer Technologien für die Früherkennung und Behandlung von Krebs und Infektionskrankheiten auf und stellt erfolgreiche Beispiele für den Technologietransfer vor. Darunter das Startup DiaMonTech, das eine schmerzfreie Methode zur Blutzuckermessung entwickelt hat, sowie das junge Jenaer Startup DeepEn. Das 2024 ausgegründete Spin-off des Leibniz-IPHT verfolgt das Ziel, haarfeine Endoskope für die Neurowissenschaften auf den Markt zu bringen, die es erstmals ermöglichen, mikroskopische Prozesse in tiefen Hirnregionen sichtbar zu machen (www.deepen-imaging.com).

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Das junge Jenaer Startup DeepEn – ein 2024 ausgegründetes Spin-off des Leibniz-IPHT – verfolgt das Ziel, haarfeine Endoskope für die Neurowissenschaften auf den Markt zu bringen, die es erstmals ermöglichen, mikroskopische Prozesse in tiefen Hirnregionen sichtbar zu machen. Im Bild, von links: Patrick Westermann, Dr. Hana Cizmarova und Dr. Sergey Turtaev. © Sven Döring/ Leibniz-IPHT

Konferenz zur Schwingungsspektroskopie
Zusätzlich zum ICOB 2024 findet die 10. Internationale Konferenz über Perspektiven in der Vibrationalen Spektroskopie (ICOPVS 2024) statt. Die  wissenschaftliche Konferenz, die zum ersten Mal in Europa ausgerichtet wird, bringt Forschende aus aller Welt zusammen, um innovative Methoden der Schwingungsspektroskopie für biomedizinische Anwendungen zu diskutieren. Im Fokus stehen dabei Verfahren der IR- und Raman-Spektroskopie, die in Verbindung mit KI-Technologien entscheidend zur Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Methoden beitragen sowie die Umweltüberwachung verbessern können.

Weitere Informationen zu ICOB und ICOPVS 2024 unter: www.icob2024.org

Quelle: Leibniz-Institut für Photonische Technologien

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