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Management

E-Bilanz: Unternehmen sollten nicht untätig bleiben

Birgit Hahn

Noch bleibt alles beim Alten: Die elektronische Übermittlung von Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung wird nun erst ab 2012 zur Pflicht. Trotz des späteren Starttermins sollten Unternehmen das Thema E-Bilanz nicht von der Tagesordnung nehmen. Für die Umstellung sind weitreichende organisatorische, technische und personelle Vorbereitungen zu treffen. Laut Ansicht des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC) sollten Unternehmen einen Vorlauf von mindestens sechs Monaten einplanen.

Der Aufwand der Umstellung wird schnell unterschätzt. Es sind zum Teil erhebliche Anpassungen notwendig, um die Voraussetzungen zur Übermittlung der Bilanzdaten im geforderten XBRL-Format zu schaffen. Noch hat die Finanzverwaltung nicht alle Anforderungen definiert. Das Verfahren und die Taxonomie zur E-Bilanz werden noch mit ausgewählten Firmen erprobt, um die Praxistauglichkeit zu testen. Unternehmen sollten schon jetzt selbst aktiv werden und prüfen, inwieweit das Finanz- und Rechnungswesen die neuen technischen Anforderungen erfüllen kann.

Es empfiehlt sich, ein Projektteam zu bilden, das die Ist-Situation ermittelt und den Handlungsbedarf identifiziert. Im Rahmen eines Pilotprojekts lässt sich der zu erwartende Umstellungsumfang und -aufwand bestimmen. Viele IT-Systeme (etwa SAP CO/FI) sowie ihre individuellen Erweiterungen sind anzupassen, um die neuen Anforderungen zu erfüllen. Ein Pilotprojekt eröffnet zudem die Chance, das Zusammenwirken aller beteiligten Abteilungen zu erproben und firmeninterne Abläufe zu optimieren.

Wer sich nicht frühzeitig vorbereitet, riskiert weitreichende Auswirkungen. Die Einreichung der E-Bilanz hat Deklarationscharakter. Das Argument, man habe sich verbucht, akzeptiert der Fiskus nicht. Im Zuge von BilMoG und E-Bilanz nehmen der Detaillierungsgrad und die Komplexität von steuerlichen Vorgängen zu. Es empfiehlt sich, steuerliche Aspekte künftig noch stärker direkt in der laufenden Buchhaltung zu berücksichtigen. So können Unternehmen unterjährig eine verlässliche Ergebnisermittlung durchführen und zeitnah alle geforderten Daten an die Finanzbehörden übermitteln.

Bei Fragen rund um die E-Bilanz kann sich ein Besuch der Kongressmesse ReWeCo am 19. und 20. Mai 2011 in Berlin lohnen. Auf der führenden Veranstaltung für das Rechnungswesen und Controlling können sich Firmenvertreter in Sachen E-Bilanz weiterbilden und über geeignete Software-Lösungen informieren.

Birgit Hahn, BVBC

Über die Autorin: Birgit Hahn ist Geschäftsführerin des Bundesverbandes der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC), http://www.bvbc.de

Über den BVBC: Der BVBC ist die zentrale Interessenvertretung der Bilanzbuchhalter und Controller in Deutschland mit derzeit rund 5500 Mitgliedern. Der Verband diskutiert auf politischer und wirtschaftlicher Ebene neue Perspektiven des Finanz- und Rechnungswesens sowie Controlling und gestaltet diese maßgeblich mit. Zu den Mitgliedern zählen Fach- und Führungskräfte im Finanz- und Rechnungswesen. Der BVBC engagiert sich für eine kontinuierliche und praxisgerechte Weiterqualifizierung

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