Fraunhofer Vision Technologietag 2015

Industrielle Qualitätssicherung mit Bildverarbeitung

Ein voller Erfolg war der jüngste Technologietag der Fraunhofer-Allianz Vision am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, Stuttgart.

Blick in den Veranstaltungsraum des Fraunhofer Vision Technologietags 2015 in Stuttgart. (Quelle: Fraunhofer IPA)

Unter dem Titel „Innovative Technologien für die industrielle Qualitätssicherung mit Bildverarbeitung“ wurden den rund 100 Teilnehmern aus der Industrie an zwei Tagen die Möglichkeiten und Grenzen wichtiger Bildverarbeitungstechnologien aufgezeigt. Parallel zu den Vorträgen fand eine Ausstellung mit aktuellen Exponaten statt, mit der die vorgestellten Fachinformationen gleich praktisch untermauert werden konnten.

Vielfältige Möglichkeiten
„Das Konzept ist wieder aufgegangen“, zeigt sich Michael Sackewitz, Koordinator der Fraunhofer-Allianz Vision, nicht nur aufgrund der positiven Besucher-Resonanz überzeugt. Der Technologietag bot allen Teilnehmern einen „Rundumblick“ über neueste Entwicklungen zukunftsweisender Bildverarbeitungslösungen. Neben dem aktuellen Stand der Technik werden anhand von Praxisbeispielen die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten für die industrielle Fertigung und Qualitätssicherung aufgezeigt. Innovative Bildverarbeitungstechnologien unterstützen heute die Entwicklung und Qualifizierung neuer Produkte, dienen der Absicherung und Objektivierung von Fertigungsprozessen und ermöglichen schnelle Qualitätsregelkreise im Takt der Produktion.

Vorgestellt wurden die verschiedensten Bildverarbeitungstechnologien zur Messung, Prüfung und Charakterisierung von Oberflächen und Formen sowie Methoden zur Untersuchung von Materialien unterhalb der Oberfläche bzw. im Materialinneren. „Das breite Themenspektrum bietet den Teilnehmern einen Orientierungsrahmen bei der Auswahl geeigneter Technologien zur Bewältigung eigener Prüfaufgaben“, beschreibt Michael Sackewitz das Konzept. Denn je nach Aufgabenstellung können die unterschiedlichsten Verfahren eingesetzt werden. Materialeigenschaften des Prüflings, Produktionsumgebung, messtechnische Anforderungen - all dies sind Parameter, die bei der Auswahl der richtigen Technologie berücksichtigt werden müssen.

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Neben den Fachvorträgen informierte eine Ausstellung mit aktuellen Systemen über die Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Bildverarbeitungs-Technologien. (Quelle: Fraunhofer IPA)

Großes Interesse an Ausstellung
Ergänzt wurden die Fachvorträge durch eine Begleitausstellung mit rund 20 Exponaten. Hier wurden die im Plenum behandelten Themen an Beispielanwendungen für die industrielle Praxis veranschaulicht und die Besucher hatten durch den Dialog mit den Experten Gelegenheit, erste weiterführende Kontakte zu knüpfen.

„Die Kombination von Vorträgen und Ausstellung hat sich bewährt. In den zwei Tagen konnten sehr hochwertige Gespräche geführt werden“, freut sich Michael Sackewitz über ein positives Teilnehmer-Feedback.

In der Fraunhofer-Allianz Vision arbeiten Fachabteilungen aus derzeit 16 Fraunhofer-Instituten mit dem Ziel zusammen, das Know-how und die Aktivitäten im Bereich der Bildverarbeitung und des maschinellen Sehens innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft zu bündeln. Der Fokus liegt dabei auf der Entwicklung optischer Mess- und Prüftechnik für die Qualitätssicherung in der industriellen Fertigung. Neben Systemen zur Inspektion bzw. Charakterisierung von Oberflächen und zur 2D- und 3D-Messung von Bauteilen werden Technologien für die zerstörungsfreie Prüfung unterhalb der Oberfläche bzw. im Materialinneren wie Röntgen, Thermographie, Terahertz oder Ultraschall angeboten. Lösungen für maschinelles Sehen kommen aber auch zunehmend jenseits der Fabrikgrenzen zum Einsatz, in Bereichen wie Sicherheit und Verkehr, Umwelt und Energie, der Medizintechnik sowie Sport und Freizeit.

Koordiniert wird die Fraunhofer-Allianz Vision von der Geschäftsstelle in Fürth, die als Anlaufstelle für alle Fragen zum Thema Bildverarbeitung zur Verfügung steht. Mehr unter www.vision.fraunhofer.de.

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