Alterungsprozess von Daguerreotypien

Untersuchung mittels Lichtmikroskopie

Ein aktuelles Anwendungsbeispiel beschreibt, wie ein modernes hochauflösendes Lichtmikroskop, eingesetzt zur Erforschung des kulturellen Erbes, unser Wissen über die Vergangenheit erweitert.

Untersuchung des Alterungsprozesses von Daguerreotypien: Darstellung von Beschädigungen bei zunehmender Vergrößerung.

Die Forschungstätigkeit von Dr. Schalm, der sich am Institut für Konservierung und Restauration der Universität Antwerpen (Belgien) mit der Entdeckung und Untersuchung neuartiger Strategien zur Erhaltung des historischen Erbes befasst, konnte mit dem optodigitalen System Olympus DSX500 von den neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet der hochauflösenden Lichtmikroskopie profitieren. Diese modernste Technologie für digitales Imaging liefert bei bis zu 4000-facher Vergrößerung Echtfarbenbilder und ist damit eine schnelle und effiziente Alternative zur Rasterelektronenmikroskopie (REM).

Lichtmikroskopie ist im Allgemeinen ein beliebtes Analysetool für die Erforschung des kulturellen Erbes, mit dem sich unter anderem auch wertvolle Informationen zum Alterungsprozess historischer Artefakte, wie von antikem Glas oder, wie in diesem Fall, von Daguerreotypie-Platten, gewinnen lassen (Daguerreotypie ist ein Fotografieverfahren aus dem 19. Jahrhundert). Erst wenn die der Alterung zugrunde liegenden Mechanismen vollständig verstanden sind, können Techniken entwickelt und optimiert werden, um den Verfallsprozess zu steuern, zu verlangsamen oder einen Gegenstand wieder in seinen früheren Zustand zu versetzen. Dieses Ziel bildet den Schwerpunkt der Forschungsarbeit von Dr. Schalm.

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Wissenschaftliche Untersuchungen erfordern häufig eine höhere Auflösung, als sie mit den Standardverfahren der Lichtmikroskopie möglich ist. In solchen Fällen hätte sich Dr. Schalm früher der Rasterelektronenmikroskopie bedient. Bedauerlicherweise gehen die höhere Auflösung und die größere Genauigkeit der Daten zur chemischen Zusammensetzung dabei häufig zu Lasten von Farbinformationen und räumlichem Kontext.

Im Gegensatz dazu gibt das DSX500 von Olympus Farben wahrheitsgetreu wieder und erreicht eine Vergrößerung von 4000x. Ausgestattet mit modernster Imaging-Technologie stellt es daher eine schnelle, effiziente und erschwingliche Alternative zur REM dar. Dr. Schalm konnte feststellen, dass für seine Forschungen eine 4000-fache Vergrößerung in den meisten Fällen völlig ausreicht.

Als Teil der optodigitalen Serie von Olympus findet das DSX500 seinen Einsatz vor allem in der Materialforschung und Qualitätskontrolle im industriellen Bereich. Die Kombination von hochauflösender Optik mit leistungsstarken digitalen Funktionen lässt ein technisch ausgereiftes und dennoch intuitiv zu bedienendes System entstehen, das die Aufnahme hochaufgelöster Bilder von brillanter Qualität in 2D oder 3D erlaubt.

Markus Fabich, Spezialist für Produkte und Anwendungen im Bereich Materials Science Microscopy bei Olympus, erklärt: „Auch wenn wir bei der Planung und Entwicklung der optodigitalen Produktreihe von Olympus die industrielle Qualitätskontrolle im Sinn hatten, konnte Dr. Schalm mit seiner bahnbrechenden Arbeit zeigen, wie flexibel diese Systeme tatsächlich sind – sie eignen sich für ein breites Anwendungsspektrum und ermöglichen es, aus den unterschiedlichsten Proben eine unglaubliche Menge an Informationen zu ziehen.“ Sowohl für Glas- als auch für Metallartefakte wurden überraschende Erkenntnisse gewonnen, die neue Wege zur Erkundung der dem Alterungsprozess zugrunde liegenden Mechanismen eröffnen.

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