Alkotester sind zuverlässig

Studie der TU Wien stellt Geräten ein gutes Zeugnis aus

Wenn der Alkotester sagt, Sie haben zu viel getrunken, dann liegt es ziemlich sicher an Ihnen, und nicht an einem Gerätefehler. Eine TU-Studie stellt Alkotest-Geräten ein gutes Zeugnis aus.

Die überprüften Alkotest-Geräte schnitten gut ab. (Bild: ACE Handels- und Entwicklungs GmbH, Liparski)

„Einmal ganz fest pusten, bitte!“ Wer bei einer Polizeikontrolle mit über 0,5 Promille Alkohol im Blut am Steuer erwischt wird, hat ein Problem. Sich auf mangelnde Genauigkeit des Alkotesters auszureden, ist keine besonders kluge Strategie. An der TU Wien wurden verschiedene Alkotester ausführlich überprüft, darunter jene, die von der Polizei in Österreich und Deutschland verwendet werden. Ihre Zuverlässigkeit ist ausgezeichnet, auch billigere Geräte erzielen sehr gute Ergebnisse.

Die Alkoholfahnen-Maschine

„Die Studie war durchaus aufwändig“, sagt Prof. Erwin Rosenberg. „Dreizehn verschiedene Alkotester-Typen wurden untersucht, von den meisten hatten wir fünf verschiedene Modelle zur Auswahl, mit jedem wurden einige hundert Messungen durchgeführt.“ Dabei ging es freilich streng wissenschaftlich zu: Testtrinker waren bei diesem Projekt nicht im Einsatz, stattdessen wurden genau definierte Referenzatmosphären erzeugt, mit einem Alkoholgehalt, der sich exakt berechnen lässt.

Die Geräte, die von der Polizei verwendet werden, sind gewissermaßen der Goldstandard der Alkotester. „Sie liefern sehr zuverlässige Ergebnisse, die mit den theoretisch berechneten Werten genau übereinstimmen“, sagt Rosenberg. „Interessant war für uns allerdings die Frage, ob auch einfachere, preisgünstigere Modelle die richtigen Ergebnisse liefern.“ Bei keinem der dreizehn Modelle gab es böse Überraschungen – sie alle können mit großer Sicherheit erkennen, ob jemand alkoholisiert ist oder nicht.

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Abweichungen nur im unteren Bereich

Lediglich im Bereich sehr niedriger Alkoholkonzentrationen kann es zu kleineren Abweichungen kommen. Wenn sehr wenig Alkohol in der ausgeatmeten Luft vorhanden ist, dann zeigen manche Geräte statt 0,1 Promille noch immer 0,0 an. Das ist aber angesichts der gesetzlichen Grenze von 0,5 Promille kein Problem, es kann sogar ein gewünschter Effekt sein. „Wenn jemand ein paar Gläser Apfelsaft trinkt, dann kann durchaus ein bisschen Alkohol in der Atemluft nachweisbar sein“, erklärt Erwin Rosenberg. Wenn die Anzeige in so einem Fall bei 0,0 bleibt, kann das vielleicht sogar dazu dienen, Missverständnisse zu vermeiden.

Die Studie wurde finanziell von der Firma ACE Handels- und Entwicklungs GmbH (Freilassing, Bayern) unterstützt, die ihrerseits Alkotester unter der Marke ACE (http://www.alkomat.net) entwickelt und vertreibt.

Rückfragehinweis:
Prof. Egon Erwin Rosenberg
Institut für Chemische
Technologien und Analytik
Technische Universität Wien
Getreiemarkt 9, 1060 Wien
E-Mail: egon.rosenberg@tuwien.ac.at

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