MikrobiologieBakterielle Sporen mit „Gedächtnis“
Bakterielle Sporen speichern Informationen zur individuellen Wachstumsgeschichte ihrer Vorläuferzellen und verfügen somit über ein „Gedächtnis“, das die verschiedenen Phasen des Lebenszyklus von Bakterien miteinander verbindet. Dies hat ein interdisziplinäres Forscherteam um Dr. Ilka Bischofs vom BioQuant-Zentrum der Universität Heidelberg in einer aktuellen Studie gezeigt.
Das phänotypische Gedächtnis von Bacillus subtilis Sporen kann durch Markierung des Enzyms Alanin-Dehydrogenase mit einem rot-fluoreszierenden Protein sichtbar gemacht werden. Früh gebildete Sporen weisen eine höhere Enzymkonzentration auf als spät gebildete Sporen (links). Nach Zugabe der Aminosäure L-Alanin keimen die frühen Sporen schneller und wachsen wieder aus (rechts). Bild: Alper Mutlu

