Pflanzen als MethanquelleIn Pflanzen entsteht Methan aus Methionin
Für das Treibhausgas Methan gibt es in der Natur mehr Quellen, als der Wissenschaft lange Zeit bekannt war. Pflanzen sind eine davon. Wie ein deutsch-britisches Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz und der Universität Heidelberg nun herausgefunden haben, entsteht Methan in Pflanzen aus der Aminosäure Methionin, die alle Lebewesen für den Aufbau von Proteinen brauchen.
Viele Quellen eines Treibhausgases: Jahrzehntelang kannte die Wissenschaft nur Vulkane und Waldbrände als abiotische Methanquellen, in denen das Gas nicht auf biochemischem Weg entsteht. Als einzige biotische Quelle galten Mikroorganismen, die Methan unter Luftausschluss produzieren. In den vergangenen Jahren haben Frank Keppler und sein Team herausgefunden, dass Pflanzen, Pilze und auch Säugetiere ebenfalls Methan freisetzen, und zwar an der Luft. Ob dies biotisch, also durch Enzyme katalysiert, oder abiotisch und damit rein chemisch geschieht, untersuchen die Forscher derzeit. Jetzt haben sie festgestellt, dass der Kohlenwasserstoff in Pflanzen aus der Aminosäure Methionin entsteht. (Bild: Susanne Benner)

