StrahlenbiologieWasser verstärkt Strahlenschäden
Durch den Energietransfer von der Hydrathülle auf ein Biomolekül entstehen mehrere reaktive Teilchen, die etwa die DNA angreifen können. Das haben Physiker bei der Erforschung der Wirkung radioaktiver Strahlung auf Biomoleküle herausgefunden.
Modellhafte Defekte: An Experimenten mit einem Komplex aus dem organischen Molekül Tetrahydrofuran (im Vordergrund links) und einem Wassermolekül (rechts) stellten Forscher des Max-Planck-Instituts für Kernphysik fest, dass die Energie ionisierender Strahlung zunächst im Wasser gespeichert und dann im intermolekularen Coulombzerfall auf das organische Molekül übertragen wird (gelbe Welle). Dabei entstehen insgesamt drei freie Elektronen (grün) und zwei geladene Moleküle, die weitere Schäden anrichten können. Die Erkenntnisse lassen sich auf die Schäden ionisierender Strahlung an der Doppelhelix der DNA (im Hintergrund) übertragen. © Xueguang Ren/MPI für Kernphysik

